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Mumps ist zwar nicht so ansteckend wie Masern oder Windpocken, allerdings ist auch diese Krankheit weltweit verbreitet. Bis vor einigen Jahren traten die meisten Mumpserkrankungen bei Kindern bis 15 Jahren auf. Wie bei den Masern hat sich auch beim Mumps durch die verbesserten Durchimpfungsraten bei Kindern das Durchschnittsalter der Erkrankten nach hinten verschoben. Das heißt, dass mittlerweile viele erst während der Schul- und Pubertätszeit oder im Erwachsenenalter erkranken, wodurch sich auch die Komplikationsrate erhöht hat, da das Risiko schwerer Krankheitsverläufe mit zunehmenden Alter steigt.
Mumps wird nur von Mensch zu Mensch übertragen. Mumps-Kranke geben das Virus mit der Atemluft an andere Menschen weiter (Tröpfcheninfektion). In etwa der Hälfte der Fälle bildet das Immunsystem nach der Infektion ausreichend schnell Antikörper, so dass es nicht zur Erkrankung kommt.
Die Ansteckungsgefahr ist 2 Tage vor bis 4 Tage nach Erkrankungsbeginn am größten. Der Infizierte kann aber bis zu 7 Tage vor und 9 Tage nach Auftreten der charakteristischen Ohrspeicheldrüsenschwellung ansteckend sein.
Kann das Immunsystem eine Erkrankung nicht abwenden, dann bricht sie in der Regel 2 bis 4 Wochen nach der Infektion aus. Nach uncharakteristischen Krankheitszeichen mit leichtem Fieber sowie Kopf-, Hals- und Ohrenschmerzen treten ein- oder beidseitig, schmerzhafte Schwellungen an den Ohrspeicheldrüsen auf, die auch auf die anderen Speicheldrüsen im Mund- und Rachenraum übergreifen können.
Der vermeintlich harmlose Ziegenpeter, wie Mumps im Volksmund genannt wird, birgt allerdings auch zahlreiche Risiken. Bei bis zu 10% der Mumpspatienten kommt es zusätzlich zu einer Entzündung der Hirnhäute (Meningitis), in deren Verlauf es zu einer bleibenden Schwerhörigkeit kommen kann. Auch andere Drüsen im Körber können in Mitleidenschaft gezogen werden. So kann es bei der Entzündung der Bauchspeicheldrüse zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) kommen. Eine mögliche Entzündung der Hoden (recht häufig bei männlichen Erkrankten im Alter über 15) kann zur Unfruchtbarkeit führen. Bei Frauen kommt es gelegentlich zu einer Entzündung der Eierstöcke.
Eine überstandene Mumps-Erkrankung führt in der Regel zu lebenslanger Immunität. Zweiterkrankungen sind zwar möglich, aber selten.
Von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut wird eine Schutzimpfung mit einem Dreifachimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfung) empfohlen. Die erste Impfung soll zwischen dem vollendeten 11. und 14. Lebensmonat durchgeführt werden, die 2. MMR-Impfung kann bereits 4 Wochen nach der 1. Impfung erfolgen. Bis zum Ende des 2. Lebensjahres soll die zweimalige Impfung erfolgt sein, um den frühestmöglichen Impfschutz zu erreichen, bzw. sollte sie vor Aufnahme in eine Kindereinrichtung abgeschlossen sein. Eine Altersbegrenzung für die Impfung existiert nicht. Die Impfung führt der Haus- oder Kinderarzt durch.
Mehr zur Mumps-Impfung und den einzuhaltenden Abständen lesen Sie unter:
MMR-Impfung für Kinder
MMR-Impfung für Erwachsene
Das Mumpsvirus ist über alle Erdteile verbreitet. Größere Epidemien sind aber selten. Kleinere Ausbrüche treten zu meist in engen Lebensgemeinschaften (Internaten, Kasernen) oder Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen auf.
Nach der Einführung wirksamer Schutzimpfungen kam es in Ländern mit entsprechenden Impfprogrammen zu einem steilen Abfall der Erkrankungszahlen. Heutzutage ist die Bekämpfung von Mumps eingebunden in Impfprogramme gegen Masern und Röteln.
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