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Eine Grippe ist nicht zu unterschätzen, die Influenza-Viren infizieren die Atemwege und schädigen die Schleimhäute. Dadurch werden die Abwehrkräfte geschwächt und das Eindringen anderer Erreger begünstigt, was zu folgenschweren Sekundärinfektionen wie z.B. Lungenentzündungen führen kann.
Die Influenza verursacht jährlich viel menschliches Leid und Kosten in Milliardenhöhe (im Gesundheitswesen und der Wirtschaft). Man geht davon aus, dass in Deutschland jährlich bis zu 15.000 Menschen an den Folgen einer Virusgrippe sterben. Dies sind mehr als doppelt so viele wie im Straßenverkehr. Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke und auch Kinder mit Vorerkrankungen oder Abwehrschwäche sind durch eine Grippe oder die daraus resultierenden Komplikationen gefährdet.
Das Influenza-Virus wird beim Husten, Niesen oder mit der Atemluft übertragen aber auch durch kontaminierte Gegenstände, man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Tröpfcheninfektion. Durch diese einfache Übertragung kann jeder - auch völlig gesunde Menschen - eine Grippe bekommen. Deshalb ist die Infektionsgefahr dort am größten, wo viele Menschen zusammenkommen, z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Arbeitsstätten, in Schulen oder Kaufhäusern.
Eine Ansteckungsgefahr besteht für einen begrenzten Zeitraum. Infizierte Personen sind bereits 1 bis 2 Tage vor Auftreten der ersten Krankheitssymptome ansteckend. D.h. man kann sich bei jemandem anstecken, ohne dass man auch nur einen Hinweis darauf hat, dass diese Person bereits infiziert ist. Nach Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen sind die Infizierten üblicherweise weitere 3 bis 5 Tage, bei kleinen Kindern auch bis zu 7 Tagen, ansteckend.
Da sich die Influenzaviren sehr schnell im Körper vermehren und ausbreiten, ist die Dauer von der Ansteckung bis zum Krankheitsbeginn, die so genannte Inkubationszeit, mit 1-3 Tagen sehr kurz. Die Krankheit beginnt dann ganz plötzlich mit einem starken Krankheitsgefühl, Schnupfen, Frösteln, Schweißausbrüchen, Kopf- und Gliederschmerzen. Danach setzt hohes Fieber mit Temperaturen bis 40 Grad Celsius ein. Zugleich tritt ein charakteristischer trockener Husten in den Vordergrund. Häufig klagen Betroffene außerdem über Brennen im Rachen und Schmerzen hinter dem Brustbein. Aufgrund der eher allgemeinen Krankheitsanzeichen kommt es häufig zur Verwechslung mit anderen Atemwegserkrankungen. Charakteristisch allerdings ist der schlagartige Ausbruch der Erkrankung.
Die Virusgrippe ist nicht mit einem banalen Atemwegsinfekt, wie Husten oder Schnupfen, zu verwechseln. Sie ist kein "grippaler Infekt"! Die Virusgrippe dauert lange. Der Kranke leidet meist über Wochen unter Schweißausbrüchen und fühlt sich sehr schwach.
Gefährlich ist die Virusgrippe, da sie zahlreiche Komplikationen nach sich ziehen kann. In Folge kann es zu Lungen-Entzündung, Bronchitis, einer Hals- oder auch Ohren-Entzündung kommen. Das Herz-Kreislauf-System kann durch eine Herzmuskelentzündung mit nachfolgenden Rhythmus-Störungen und Kreislauf-Kollaps Schaden erleiden. Entzündungen des zentralen Nervensystems und bakterielle Infektionen sind möglich.
Besonders gefährdet durch die Influenza und ihre Folge-Erkrankungen sind Patienten mit Atemwegs-Erkrankungen, mit chronischen Herz-, Nieren-, Leber- und Stoffwechsel-Krankheiten sowie alle älteren Menschen über 60 Jahre aber auch Säuglinge.
Die Influenza-Viren zeichnen sich durch eine erstaunliche Wandlungsfähigkeit aus. Daher muss in jedem Spätsommer/Frühherbst erneut gegen den gerade aktuell für die Saison zu erwartenden Erreger geimpft werden.
Die Impfung wird vorzugsweise von September bis November (jedes Jahr neu!) einmalig verabreicht. Die Impfung kann auch noch bis zum März nachgeholt werden. Säuglinge können ab 6 Monaten geimpft werden. Für Personen ab 65 Jahren steht ein maßgeschneiderter Grippeschutz zur Verfügung.
Mehr zur Impfung und den einzuhaltenden Abständen lesen Sie unter:
Grippe-Impfung für Kinder
Grippe-Impfung für Erwachsene
Die echte Virusgrippe ist eine weltweit auftretende Infektionskrankheit, die tödliche Folgen haben kann. Durch die einfache Übertragung von Mensch zu Mensch kann sie sich schnell auch über große Entfernungen ausbreiten. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut Berlin (STIKO) empfiehlt die Grippe-Impfung u.a. für folgende Personen in Deutschland:
Ausführliche Informationen zu Influenza, Grippe-Viren und der Grippe-Impfung finden Sie im Internet unter: http://www.influenza.de/
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