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Landestypische Gerichte und Spezialitäten auf Märkten, an Ständen und in Lokalen zu genießen, ist oftmals ein besonderer Reiz auf Fernreisen. Doch häufig wird dabei das Risiko einer Typhus-Infektion unterschätzt. Die meisten Infektionen treten in Regionen mit schlechten hygienischen Bedingungen wie in Afrika, Süd- und Mittelamerika sowie in Teilen Asiens auf.
Infizierte Personen scheiden den Typhus-Erreger (Salmonella typhi) mit dem Stuhl aus. Bei schlechten hygienischen Verhältnissen kann es dann zu einer Verunreinigung von Trinkwasser und Nahrungsmitteln mit den Bakterien kommen. Die Infektion erfolgt dann durch den Verzehr dieser verseuchten Nahrungsmittel oder des verunreinigten Wassers.
Etwa eine Woche nach Erkrankungsbeginn fangen infizierte Personen an, die Bakterien wieder auszuscheiden. Die Ausscheidung kann auch über Wochen hinaus nach dem Abklingen der Krankheitssymptome anhalten, und je nach Region bleiben 1-5% der Patienten auch nach der Genesung Dauer-Ausscheider, die zu jeder Zeit - oft lebenslang - wiederum andere Nicht-Reisende in ihren Heimatländern anstecken können. Eine Reinfektion ist jederzeit wieder möglich.
Nach einer Inkubationszeit von 3 bis 60 Tagen beginnt die Krankheit mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schwächegefühl. Unbehandelt kann das Fieber binnen weniger Tage auf Temperaturen bis zu 41o C, die hohe Temperatur kann über Wochen andauern. Zunächst kann es zu Verstopfungen kommen, später dann zu Durchfall.
Salmonellen-Typhus ist nicht nur eine Darmerkrankung. Die Bakterien können den ganzen Körper überschwemmen (Blutvergiftung oder Sepsis). Im Krankheitsverlauf können eine Reihe von Komplikationen auftreten, die zu einem lange andauernden Krankenhausaufenthalt oder so gar zum Tod führen. Zu den Komplikationen gehören u.a. Darmblutungen, Darmdurchbrüche (Darmperforationen durch Geschwüre), Lungen-Entzündungen, Herzmuskel-Entzündungen (Myokarditis), Hirnhaut-Entzündungen (Meningitis), Blutvergiftungen und Beschädigungen der Milz (Milzruptur). Aufgrund der zunächst uncharakteristischen Symptome zu Beginn der Erkrankung wird die Typhus-Infektion häufig erst sehr spät erkannt, und obwohl Typhus durch Antibiotika behandelbar ist, kann die Erkrankung tödlich enden. Der engste Verwandte von Typhus, Paratyphus verursacht eine ähnliche Erkrankung durch artverwandte Erreger.
Auch nach überstandener Erkrankung bleiben 1- 5% der Patienten Dauer-Ausscheider der Bakterien und stellen damit eine permanente Infektionsgefahr für ihre Mitmenschen dar.
Geimpft werden können Kinder ab dem zweiten Lebensjahr sowie Jugendliche und Erwachsene mit einer einfachen und gut verträglichen Schluckimpfung. Eingenommen werden jeweils ca. 1 Stunde vor dem Essen insgesamt 3 Kapseln im Abstand von je zwei Tagen. Durch die Schluckimpfung wird nicht nur der einzelne Geimpfte geschützt, sondern auch seine Umgebung, das Kollektiv.
Die Schutzwirkung hält bis zu drei Jahre. Bei Reisen in Typhus-Gebiete sollte die Impfung jährlich aufgefrischt werden, bei einem ständigen Aufenthalt in Typhus-Gebieten reicht eine Auffrischung alle drei Jahre.
Die Impfung wird von Kinderarzt, Hausarzt oder durch die Tropeninstitute vorgenommen.
Mehr zur Typhus-Impfung und den einzuhaltenden Abständen lesen Sie unter:
Typhus-Impfung für Reisende
Der Typhus-Erreger ist weltweit verbreitet. Das höchste Risiko für eine Infektion besteht in den Ländern Afrikas, Südostasiens, Latein- und Südamerikas. Vor allem sollten sich impfen lassen:
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