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Anders als der Name es vermuten lässt, kommt die Japanische Enzephalitis nicht nur in Japan vor, sondern in weiten Teilen Südost-Asiens. Die Krankheit wird regional durch unterschiedliche Viren ausgelöst, so durch das Japanische Encephalitis-Virus, Murray-Valley-Encephalitis-Virus und Kunjin-Virus. Das JE-Virus hat den Beschreibungen von Epidemien nach im Laufe der Jahre seinen Weg über Japan (Gebiet der ersten Beschreibung - als Namensquelle dienend: Japan, 1870) über China (1935), Korea (1949), dann in Richtung Malaysia, Indonesien (1960) und Indien (Ausbreitung von Süden nach Norden: 1955 - 1990) genommen. Selbst über Papua-Neuguinea (1995) und die Torres-Straße (eine natürliche Meerestraße zwischen Südostasien und Australien als Grenze vieler Erkrankungen) fand es den Weg nach Australien (1998). Auch nach Westen verbreitete es sich weiter.
Infizierte Culex-Mücken übertragen die Viren vor allem in den ländlichen Gebieten Asiens. Da die Mücken nachtaktiv sind, stechen sie ihre Opfer bevorzugt bei Dämmerung. Vorsicht ist besonders in der Nähe von stehenden Gewässern geboten.
Eine Übertragung der Japanischen Enzephalitis von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt.
Durch Reisende ist die Krankheit wiederholt auch nach Europa und in die USA importiert worden. Aus Deutschland bereisen etwa 1,4 Millionen Touristen jährlich die betroffenen Regionen.
Die Inkubationszeit, d.h. die Zeit vom Stich der Mücke bis zum Ausbruch der Erkrankung, beträgt zwischen 5 und 15 Tagen. Das Krankheitsbild reicht von einfachem Fieber bis zu extrem starken Kopfschmerzen und schwerwiegenden Gehirn- und Gehirnhautentzündungen. In den allermeisten Fällen verläuft die Infektion harmlos, aber insbesondere bei Kleinkindern und älteren Menschen kann es zu schweren Krankheitsverläufen kommen, etwa 10 bis 25% der Erkrankten versterben. Schätzungsweise 35 - 50 % der Erkrankten, die eine Infektion überleben, weisen ein breites Spektrum von neurologische und psychiatrischen Folgeschäden unterschiedlichster Schwere auf.
Die Erkrankung ist - wie jede Viruserkrankung - nicht ursächlich behandelbar. Es können nur die Symptome gelindert werden.
Bei Aufenthalten in Risikogebieten empfiehlt sich eine Impfung gegen Japanische Enzephalitis.
Mehr zur Impfung und den einzuhaltenden Abständen lesen Sie unter:
Impfung gegen Japanische Enzephalitis für Reisende
Ein guter Schutz gegen Mücken mindert das Erkrankungsrisiko erheblich. Benutzen Sie Insektenabwehrmittel, tragen Sie in der Dämmerung lange Kleidung und halten Sie sich nachts in geschlossenen Räumen auf. Schlafen Sie unter einem Moskitonetz, das fest um die Matratze geschlagen werden sollte. Diese Netze sind auch mit einer Imprägnierung aus Insektenabwehrmittel erhältlich. Auch das Abbrennen sogenannter Moskitocoils kann Mücken abhalten.
Die Japanische Enzephalitis ist im südost-asiatischen Raum verbreitet. Wichtige Reiseländer und Wirtschafts-Nationen wie Thailand, Indonesien, China, Hongkong, Japan und viele weitere asiatische Staaten sind betroffen. Fälle, die in Europa oder in den USA aufgetreten sind, sind aus diesen Regionen importiert worden.
Zu den wichtigsten Risikogruppen gehören in der einheimischen Bevölkerung Kinder bis 15 Jahre und ältere Menschen.
Empfehlenswert ist eine Impfung für Trekking-Reisende, Entwicklungshelfer und alle, die einen längeren Aufenthalt in Südost-Asien planen.
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