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Entscheidend ist, gefährliche Infektionskrankheiten nach Möglichkeit zu vermeiden. Eine reisemedizinische Beratung sowie die Durchführung verschiedener Impfungen geben ein gutes Gefühl, gesund wieder nach Hause zu kommen. Nehmen Sie sich daher Zeit und informieren Sie sich über die Infektionsrisiken in Ihrem Urlaubsland. Lassen Sie sich mindestens vier bis sechs Wochen vor Urlaubsantritt reisemedizinisch beraten. Ihr Hausarzt, ihre Apotheke oder das Tropeninstitut in Ihrer Nähe helfen Ihnen gerne.
Eine Reiseapotheke, eine Reisekrankenversicherung inklusive (Flug-Rücktransport) für den Notfall, ausreichender Sonnenschutz und ein Insektenschutzmittel sind die Grundausstattung für jeden Reisenden.
Menschen mit chronischen Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck, Diabetes oder Asthma) müssen zudem sicherstellen, dass die regelmäßig benötigten Medikamente in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
Ebenfalls ins Reisegepäck gehört das Impfbuch. Die Standardimpfungen Tetanus, Diphtherie und Polio sowie eine Hepatitis-A-Impfung sind das "Minimalprogramm" im Hinblick auf einen Reise-Impfschutz.
Hier finden Sie eine kurze Übersicht, was Sie auf welchem Kontinent beachten sollten:
In Afrika erwarten den Reisenden feine Sandstrände, alte Kulturen, faszinierende Tierwelten sowie eine Reihe gefährlicher Infektionskrankheiten. Reise-Durchfall trifft Urlauber besonders in nordafrikanischen Ländern wie Tunesien, Marokko oder Ägypten. Hier gilt die Regel: "garen, kochen, schälen oder vergessen". Verzehrt werden sollten demnach nur Nahrungsmittel, bei denen mögliche Krankheitserreger durch Erhitzen unschädlich gemacht oder durch Schälen entfernt wurden. Bewährte Schluckimpfungen gegen Cholera und Typhus sind gut verträglich und schützen Reisende vor schweren Durchfall- Erkrankungen.
In afrikanischen Ländern besteht ein hohes Infektionsrisiko von Hepatitis A oder Tollwut, außerdem für Gelbfieber und - in einigen Ländern Zentralafrikas - Meningokokken-Erkrankungen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten, welche Impfungen für Ihre Reise sinnvoll sind. Sie erhalten hier auch Hinweise für eine Malaria-Prophylaxe.
Ein großes Problem in vielen zentralafrikanischen Staaten ist HIV. In einigen Ländern sind 10 - 20 % der Bevölkerung infiziert. Ungeschützte Sexualkontakte sind daher, auch wegen möglicher Hepatitis-B-Infektionen, unbedingt zu vermeiden. Sollten Sie eine medizinische Behandlung benötigen, achten Sie unbedingt darauf, dass Spritzen und Kanülen aus der Originalverpackung entnommen werden.
Wichtig: Als Basis für die Reise sollten Sie Ihren Standardimpfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio prüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen.
Während die medizinische Versorgung in Nordamerika den deutschen Standards entspricht, bestehen in den tropischen und subtropischen Regionen Mittel- und Südamerikas erhebliche Infektionsrisiken. Eine Hepatitis-A-Impfung gehört auch hier zur Grundvorsorge. Durchfall-Erkrankungen sind in den traditionellen Reiseländern Südamerikas sehr häufig. Entsprechende Medikamente sollten Sie unbedingt in Ihrer Reiseapotheke mitführen.
Außerdem besteht in den tropischen Regionen ein hohes Malaria-Risiko. Ihr Arzt gibt Auskunft in welchen Monaten und für welche Gebiete eine Malaria-Prophylaxe ratsam ist. Der Typhus-Gefahr können Sie mit einer gut verträglichen Schluckimpfung vorbeugen. Auf dem gesamten Kontinent können Wildtiere (z.B. Fledermäuse) Tollwut übertragen. Die Impfung bietet den einzig wirksamen Schutz. Vor Abreise sollten Sie sich über das Infektionsrisiko informieren. Bei einem Langzeitaufenthalt ist auch an eine Hepatitis-B-Impfung empfehlenswert.
Traumhafte Strände und beeindruckende Sehenswürdigkeiten locken immer mehr deutsche Urlauber nach Thailand, Indonesien, Indien oder China. Aufgrund des Klimas, der Bevölkerungsdichte und der Hygienebedingungen herrschen hier jedoch besondere Infektionsrisiken.
Tollwut-Gefahr besteht durch streunende Hunde am Strand und in den Städten. Es gilt: Die Hunde niemals füttern oder streicheln. Eine Tollwut-Erkrankung endet immer tödlich, nur die Impfung schützt; Reisende in Risiko-Gebiete sollten daher über eine Tollwut-Impfung nachdenken. Gerade in Asien ist die Durchseuchung sehr hoch; die Impfung ist sehr gut verträglich und der einzig wirksame Schutz.
Infektionen drohen auch beim Verzehr von nicht schälbaren Früchten, halbrohen Speisen, Eis und Drinks mit Eiswürfeln. Unsauberes Wasser und ungekochte Nahrungsmittel sind der Nährboden für Krankheitserreger wie zum Beispiel Hepatitis A, Typhus oder Cholera. Entsprechende Impfungen bieten auch hier wirksamen Schutz.
Ein guter Schutz vor Mücken ist ebenfalls ratsam, denn sie können Malaria, Dengue-Fieber, Japanische Encephalitis oder gefährliche Durchfall-Erkrankungen übertragen. Insektenschutzmittel, helle Körper bedeckende Kleidung in der Dämmerung und Mückennetze sind empfehlenswert. Prüfen Sie vor der Abreise Ihren Impfschutz gegen Polio sowie gegen Tetanus und Diphtherie, da dieser den Basis-Schutz für Ihre Reise bildet.
Das Gesundheitswesen in Australien und Neuseeland ist mit dem deutschen vergleichbar. Neben den Standardimpfungen ist hier eine Impfung gegen Meningokokken-Erkrankungen sinnvoll.
Achten Sie in Australien auf ausreichenden Sonnenschutz! Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor, eine Kopfbedeckung und entsprechende Kleidung sind hier selbstverständlich.
Die Infektionsgefahren rund um's Mittelmeer werden häufig unterschätzt. Dabei entsprechen die Hygienebedingungen in Südeuropa nicht immer den deutschen Standards. Hepatitis A ist eine Viruserkrankung, die durch verunreinigtes Trinkwasser und verseuchte Speisen wie Muscheln, Obst oder Salat übertragen werden kann. Eine Impfung gegen Hepatitis A sollte - neben den Standardimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio - daher für jeden Reisenden zur "Grundausstattung" gehören.
Eine Impfung gegen Hepatitis A ist schneller als das Virus. Kurzentschlossene können sich also noch am Tag der Abreise impfen lassen.
In Südeuropa (z. B. Türkei) ist Typhus eine Gefahr, die durch eine Schluckimpfung verhindert werden kann. Informieren Sie sich vor Abreise auch über das Tollwut-Infektionsrisiko.
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