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Die US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Atlanta betonen weiterhin den Nutzen der Impfung gegen Schweinegrippe. „Der Höhepunkt ist überschritten, das Virus zirkuliert jedoch weiter, verursacht Erkrankungen, Krankenhauseinweisungen und auch Tod", so Dr. Anne Schuchat von den CDC in einer Mitteilung. Bisher haben sich nach CDC-Schätzungen etwa 57 Millionen US-Bürger mit H1N1 infiziert, die Häufigkeit der Neuerkrankungen liegt demnach bei etwa 19.000 pro 100.000 Einwohner. Fast 12.000 US-Bürger sind gestorben, das entspricht einer Sterberate von knapp 4 pro 100.000 Infizierten.
Die CDC schätzen, dass mittlerweile knapp jeder vierte US-Bürger gegen das neue H1N1-Virus geimpft ist. Die höchste Impfrate gibt es mit 37 Prozent bei Kindern und Jugendlichen. Zur Erinnerung: Im Gegensatz zu den adjuvantierten Pandemie-Impfstoffen (Impfstoffe mit Wirkverstärker) in Europa, erhalten in den USA Kinder bis zehn Jahre zweimal eine nicht-adjuvantierte Vakzine. Ebenfalls interessant zu wissen: Drei von fünf US-Bürgern schätzen die Reaktionen des Gesundheitswesens auf die H1N1-Pandemie als exzellent oder gut ein.
Während auf der anderen Seite des Atlantiks weiterhin geimpft wird, ist in Deutschland die Pandemie für beendet erklärt. Medial findet die Schweinegrippe nur noch in Form von Rückblicken Beachtung. Mit ein Grund sind wohl die Zahlen, die weit unter denen der USA liegen. Die Gesamthäufigkeit für Neuerkrankungen an H1N1-Infektionen etwa gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit 206 pro 100.000 Einwohner an. Die CDC-Zahlen für die USA liegen etwa um den Faktor 100 höher.
Auch bei den an H1N1 Gestorbenen hatte Deutschland mehr Glück als die USA. Das RKI gibt hier eine Gesamtzahl von 226 an, was einer Sterberate von etwa 0,3 pro 100.000 Infizierten entspricht. In den USA liegt diese Rate um das 14-Fache höher. Unterschiede gibt es auch bei den Impfraten: So schätzt das Paul-Ehrlich-Institut, dass von den über 14-Jährigen nur 7,5 Prozent geimpft sind.
Quelle: Ärzte Zeitung, Februar 2010
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