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Cholera

Oraler Impfstoff, der je nach Alter 2 oder 3 mal verabreicht wird.
Bei bestehendem Risiko ist für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren ist eine Auffrischimpfung mit  1 Dosis innerhalb von 2 Jahren nach Abschluss der Grundimmunisierung vorgesehen.

DE/VAC/0720/17, Dez17

Die Impfung ist empfohlen für: Aufenthalte in Infektionsgebieten, speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen bei aktuellen Ausbrüchen, z. B. in Flüchtlingslagern oder bei Naturkatastrophen.

DE/VAC/0720/17, Dez17

Wiederholte Erkrankung möglich

DE/VAC/0720/17, Dez17

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Diphtherie

Bei dieser Infektionserkrankung sind meistens die oberen Atemwege betroffen. Fest haftende Beläge an den Schleimhäuten sowie ein süßlicher Mundgeruch sind typisch. Bei Kehlkopfdiphtherie kommt es zu Heiserkeit, Husten und Atemnot (sogenannter echter Krupp-Husten). Schwellungen können bis zum Ersticken führen.

DE/VAC/0721/17, Dez17

Nein, es reicht eine Auffrischimpfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten, auch wenn die Grundimmunisierung länger als 10 Jahre her ist.

DE/VAC/0721/17, Dez17

FSME

Gelangt das FSME-Virus beim Zeckenstich in die Blutbahn des Menschen, kann es eine Entzündung des Zentralen Nervensystems verursachen. Erste Anzeichen dafür sind hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Im späteren Krankheitsverlauf kommt es häufig zu Bewusstseins- und Sprachstörungen, Schwindel und Lähmungen bis hin zum Koma. Nicht bei allen Patienten heilt die Krankheit folgenlos aus. Einige Patienten behalten dauerhafte Beeinträchtigungen wie Lähmungen, Hörstörungen oder Konzentrationsschwächen zurück.

DE/VAC/0651/17, Dez17

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die FSME-Impfung allen Bewohnern und Reisenden, die sich in FSME-Risikogebieten in Deutschland und Europa aufhalten, auch wenn dieser Aufenthalt nur vorübergehend ist (Verbreitung).

DE/VAC/0722/17, Dez17

Die FSME-Erkrankung verläuft typischerweise in zwei Phasen. Die Symptome der ersten Phase ähneln einer Sommergrippe. Bei der zweiten Phase kommt es zu Fieber und eventuell zu neurologischen Symptomen.

DE/VAC/0722/17, Dez17

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Influenza (Virusgrippe)

In der Winterzeit kann man an vier unterschiedlichen Grippe-Virusstämmen erkranken. Herkömmliche Grippe-Impfstoffe decken nur drei Virusstämme ab. Verbreitet sich jedoch der nicht im Dreifach-Impfstoff enthaltene Virusstamm, können Menschen trotz Impfung erkranken. Eine Vierfach-Impfung richtet sich gegen alle vier Virusstämme. Sie kann beim Arzt angefragt werden. So ist man im Winter breiter vor einer Grippe-Infektion geschützt.

DE/VAC/0716/17, Dez17

Meist beginnt die Influenza aus heiterem Himmel. Aus völligem Wohlbefinden heraus können beispielsweise Fieber bis über 40°C, Gelenk- und Muskelschmerzen, heftige Kopfschmerzen, Schüttelfrost, ein allgemeines Krankheitsgefühl und Appetitlosigkeit auftreten. Testen Sie hier Ihre Krankheitsanzeichen im Grippe-Check.

DE/VAC/0716/17, Dez17

Der Impfstoff für Kinder und Erwachsene ist ein sogenannter Totimpfstoff. Im Impfstoff sind keine lebenden Erreger enthalten. Eine Ansteckung anderer Personen ist ausgeschlossen. Leichtes Unwohlsein und Gliederschmerzen sind Ausdruck der Auseinandersetzung des Organismus mit Impfstoffbestandteilen. Diese Symptome sind in der Regel nach 1 bis 3 Tagen vorbei. Die Einstichstelle kann für kurze Zeit schmerzen. Im Allgemeinen ist die Grippe-Impfung jedoch gut verträglich.

Nur ein Kinderimpfstoff, der über die Nase gegeben wird, ist ein Lebendimpfstoff. Hier kann die Gefahr einer Übertragung des Impfvirus auf andere Personen bestehen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen sind angeraten. Ihr Arzt wird Sie beraten.

DE/VAC/0716/17, Dez17

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Keuchhusten (Pertussis)

Es gibt eine Vielzahl von Gründen:

  1. Vermeidung schwere Komplikationen
  2. Infizierte Säuglinge müssen 24 Stunden monitoriert werden, da bei Ihnen ein Atemstillstand eintreten kann. Da sie selbst nicht geimpft werden können, sind sie auf den Schutz durch alle anderen angewiesen.
  3. Viele Erkrankungen bleiben unentdeckt, obwohl der Betroffene ansteckend ist.
  4. Weder die durchgemachte Erkrankung, noch die Impfung bieten lebenslangen Schutz.

Daher wird allen Erwachsenen empfohlen, die nächst fällige Impfung gegen Tetanus und Diphtherie als Dreifachkombinationsimpfung mit Keuchhusten zu verabreichen.

DE/VAC/0726/17, Dez17

Hepatitis A

Grundimmunisierung: Zwei Injektionen mit Hepatitis-A-Impfstoff im Abstand von 6 bis 12 Monaten. Eine Auffrischimpfung ist nach erfolgreicher Impfung ist in der Regel nach 30-40 Jahren notwendig. Lassen Sie sich an den zweiten Termin per eMail erinnern.

Hier geht`s zum Erinnerungsservice

DE/VAC/0724/17, Dez17

Die Impfung ist empfohlen für:

  • Reisende in Gebiete mit hohem Hepatitis-A-Infektionsrisiko;
  • Personen mit häufiger Übertragung von Blutbestandteilen, z. B. Hämophile oder mit Krankheiten der Leber/mit Leberbeteiligung;
  • Personal im Gesundheitsdienst;
  • Kanalisations- und Klärwerksarbeiter;
  • Tätigkeit in Kindertagesstätten und Kinderheimen u. Ä.;
  •  Kontaktpersonen zu Erkrankten.
DE/VAC/0724/17, Dez17

Weltweites Vorkommen, besonders in allen Ländern mit niedrigem Hygienestandard.
Hepatitis A ist nach Grippe die zweithäufigste Reisekrankheit, die durch Impfung vermeidbar ist. Die Verbreitungsgebiete decken sich mit zahlreichen beliebten Reiseländern am Mittelmeer oder in Asien, Afrika, Osteuropa und Südamerika.

Eine Karte finden Sie hier.

DE/VAC/0724/17, Dez17

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Hepatitis B

Säuglinge werden in der Regel mit dem 6fach Impfstoff 4x geimpft.

Bei Verwendung des Einzelimpfstoffes: drei Impfungen (zwei im Abstand von einem Monat, die dritte 6 Monate nach der ersten) mit einem Hepatitis-B-Impfstoff. Eine Auffrischimpfung ist 10 Jahre nach erfolgreicher Impfung nur bei Personen mit besonders hohem individuellem Expositionsrisiko notwendig, bei Personen mit Immundefizienz häufiger.

Lassen Sie sich an den zweiten Termin per e-Mail erinnern. Hier geht`s zum Erinnerungsservice

DE/VAC/0725/17, Dez17
  1. Alle Säuglinge, Kinder und Jugendliche
  2. Reisende (wobei eine individuelle Gefährdungsbeurteilung erforderlich ist) Informationen dazu finden Sie auf fit-for-travel.de
  3. Personen, bei denen wegen einer vorbestehenden oder zu erwartenden Immundefizienz bzw. -suppression oder wegen einer vorbestehenden Erkrankung ein schwerer Verlauf einer Hepatitis-B-Erkrankung zu erwarten ist.
  4. Personen mit einem erhöhten nichtberuflichen Expositionsrisiko, z. B. Kontakt zu HBsAg-Trägern in Familie/Wohngemeinschaft, Sexualverhalten mit hohem Infektionsrisiko, i. v. Drogenkonsumenten, Gefängnisinsassen, ggf. Patienten psychiatrischer Einrichtungen
  5. Personen mit erhöhtem beruflichen Expositionsrisiko, einschließlich Auszubildende, Praktikanten, Studierende und ehrenamtliche Tätige mit vergleichbarem Expositionsrisiko, z. B. Personal in medizinischen Einrichtungen (einschließlich Labor-und Reinigungspersonal), Sanitäts- und Rettungsdienst, betriebliche Ersthelfer, Polizisten, Personal von Einrichtungen, in denen eine erhöhte Prävalenz von Hepatitis-B-Infizierten zu erwarten ist (z. B. Gefängnisse, Asylbewerberheime, Behinderteneinrichtungen). *,**

* Die angeführten Personengruppen haben exemplarischen Charakter und stellen keine abschließende Indikationsliste dar. Die Impfindikation ist auf Grundlage einer Einschätzung des tatsächlichen Expositionsrisikos zu stellen (s. a. Epid. Bull. 36/2013).
** Im Bereich der Arbeitsmedizin sind die Empfehlungen der ArbMedVV zu beachten.

DE/VAC/0725/17, Dez17

Weltweites Vorkommen. Ein hoher Anteil an Virusträgern (bis zu 30mal höher als in Mitteleuropa) findet sich vor allem in Afrika, Mittel- und Südamerika, Südostasien und Ozeanien. Eine Karte finden Sie hier.

DE/VAC/0725/17, Dez17

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Kinderlähmung

Nach wie vor gelten die temporären WHO-Polioempfehlungen bei Reisen in die Polio-infizierten Länder, d.h. bei Reisen nach Pakistan und Afghanistan, müssen Einheimische und Reisende, die sich >4 Wochen in einem dieser Länder aufhalten, bei ihrer Ausreise aus einem dieser Länder eine max. 12 Monate zurückliegende Polioimpfung aufweisen.

DE/VAC/0727/17, Dez17

Die Ansteckung erfolgt fäkal oral, d.h. über kontaminierte Nahrung oder Trinkwasser.

DE/VAC/0727/17, Dez17

Die Kinderlähmung steht kurz vor der Ausrottung. Nur in Afghanistan und Pakistan gibt es noch endemische Fälle. Sogar Nigeria ist seit dem Herbst 2015 nach WHO Angaben frei von Kinderlähmung. Wichtig ist nun das konsequente Weiterimpfungen in diesen Ländern.

DE/VAC/0472/15f, Feb16

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Masern

Nach einer kompletten Masernimpfserie ist in der Regel von einem lebenslangen Schutz auszugehen, d. h. es müssen keinerlei Nachimpfungen durchgeführt werden.

DE/VAC/0729/17, Jan18

Diese Annahme wurde in vielen Studien untersucht (u. a. Taylor LE, et al. Vaccines are not associated with autism: An evidence-based meta-analysis of case-control and cohort studies. Vaccine 2014). In sämtlichen Studien konnte ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Autismus und einer Masernimpfung nicht bestätigt werden.

DE/VAC/0729/17, Jan18

Diese Hypothese ist unlängst in einer wissenschaftlichen Arbeit untersucht und komplett wiederlegt worden (Mina et al., Vol.348, Issue 6235 Science 2015). In dieser Arbeit wurde nachgewiesen, dass eine natürlich durchgemachte Masernerkrankung eine erhebliche Schwächung des Immunsystems nach sich zieht. Dieses hat eine für 2 bis 3 Jahre erhöhte Infektanfälligkeit nach einer überstanden Wildmaserninfektion zur Folge. Nur die Masernimpfung vermag diesen negativen Effekt auf das Immunsystem zu verhindern.

DE/VAC/0729/17, Jan18

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Meningokokken

Säuglinge, Kleinkinder, Teenager und Reisende können besonders von einer Meningokokken-Infektion betroffen sein.

Mehr Informationen:
https://www.impfen.de/meningitis/risikogruppen 
https://www.meningitis-bewegt.de/meningokokken-meningitis/

DE/VAC/0717/17, Dez17

Meningokokken (Neisseria meningitidis) sind Bakterien, die lebensbedrohliche Erkrankungen wie Hirnhautentzündung (Meningitis) und Blutvergiftung (Sepsis) auslösen können. Betroffen sind vor allem Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche.

Mehr Informationen:
https://www.impfen.de/meningitis/meningokokken
https://www.meningitis-bewegt.de/meningokokken-meningitis/

DE/VAC/0717/17, Dez17

Meningokokken können neben den am meisten gefürchteten Krankheitsbildern Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung auch milde verlaufen. Symptome sind dann leichtes Fieber und Gelenkschmerzen.

Mehr Informationen:
https://www.impfen.de/meningitis/krankheitsverlauf
https://www.meningitis-bewegt.de/meningokokken-meningitis/

DE/VAC/0717/17, Dez17

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Typhus

Polysaccharidimpfstoff: 1 Impfung.

Oraler Impfstoff: je eine Kapsel am Tag 1, 3, 5.

Eine Auffrischimpfung ist nach spätestens drei Jahren beim Polysaccharidimpfstoff und bei weiter bestehendem Erkrankungsrisiko nötig. Jährliche Auffrischung bei oralem Impfstoff und weiter bestehendem Risiko. Ihr Arzt wird Sie beraten. Suchen Sie hier nach einem reisemedizinisch weitergebildeten Arzt in Ihrer Nähe.

DE/VAC/0731/17, Dez17

Reisende in Endemiegebiete (Asien, Afrika, Südamerika).

DE/VAC/0731/17, Dez17

Überall vorkommend, abhängig von den hygienischen Verhältnissen. Das höchste Risiko besteht bei Reisen nach Asien. Eine Karte finden Sie hier.

DE/VAC/0731/17, Dez17

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Tetanus (Wundstarrkrampf)

Ja, wichtig ist, dass Sie sich alle 10 Jahre in Kombination mit Diphtherie und Pertussis auffrischen lassen und im Verletzungsfall möglichst schnell zum Arzt gehen und Ihren Immunstatus überprüfen lassen.

DE/VAC/0718/17, Dez17