Menu

Gürtelrose

Eine gesunde Ernährung sowie regelmäßige körperliche Aktivität helfen das Immunsystem fit zu halten. Der Hauptrisikofaktor bleibt jedoch das steigende Alter, da das Immunsystem ebenfalls altert und schwächer wird. Eine wirksame Vorbeugung von Gürtelrose kann nur durch eine Impfung erreicht werden.

DE/HRZ/0015/18, Mai18

Durch eine Gürtelroseerkrankung wird das Immunsystem aktiviert. Es bildet Abwehrzellen und entwickelt – wie nach der Erstinfektion mit Windpocken – eine Immunantwort, die gegen diese Viren ankämpft. Die Wahrscheinlichkeit, wiederholt an Gürtelrose zu erkranken, ist deutlich geringer und liegt bei 1-3 %.

DE/HRZ/0015/18, Mai18

Eine Gürtelroseerkrankung kann keine Gürtelrose an einem anderen Menschen hervorrufen. Jedoch kann das Virus bei Menschen, die noch keine Windpocken-Infektion hatten, eine solche auslösen. Ein typisches Szenario wäre der Kontakt zu z. B. den Enkelkindern während einer Gürtelrose Erkrankung. Hier ist besondere Vorsicht geboten – vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern, die noch keine Impfung gegen Windpocken erhalten haben.

DE/HRZ/0015/18, Mai18

Man geht davon aus, dass etwa jede dritte Person, die Windpocken hatte, im Laufe ihres Lebens eine Gürtelrose bekommt. Meist erkranken Menschen über 50 Jahre. Das Risiko für eine Gürtelrose steigt mit dem Alter an, da das Immunsystem mit den Jahren schwächer wird.

DE/HRZ/0015/18, Mai18

In Deutschland erkranken jährlich etwa 400.000 Menschen an Gürtelrose. Über den gesamten Lebenszeitraum erkrankt etwa jede dritte Person daran – hauptsächlich ab einem Alter von 50 Jahren.

DE/HRZ/0015/18, Mai18

Häufig treten Komplikationen am zentralen Nervensystem (ZNS), Haut, Ohr oder Auge auf. Die häufigste Komplikation ist die Post Zoster Neuralgie (PZN), definiert als ein bestehender Schmerz oder ein wiederkehrender stechender Schmerz länger als 3 Monate nach dem Krankheitsbeginn. Dieser Schmerz kann sogar Monate oder Jahre andauern. Weitere Komplikationen bei einer Gürtelrose im Kopfbereich (Zoster ophtalmicus oder Zoster oticus) sind Sehstörungen, Sehverlust oder Gesichtslähmungen.

DE/HRZ/0015/18, Mai18

Bei immungesunden Patienten ist die Gürtelrose normalerweise nach zwei bis vier Wochen abgeheilt. Bei abwehrgeschwächten Patienten kann eine Gürtelrose chronisch mit monatelang bestehenden Hautläsionen und wiederholt auftretenden Bläschen verlaufen.

DE/HRZ/0015/18, Mai18

Bevor sich der Hautausschlag bildet, fühlt man sich meist abgeschlagen und müde. Es kann zu leichtem Fieber und einem Kribbeln unter der Haut kommen. Nach 2 bis 3 Tagen zeigt sich ein juckender, stechender und brennender Bläschenausschlag, meist klar abgegrenzt nur auf einer Körperseite. Dieser hält bis zu fünf Tage an, danach trocknet er über sieben bis zwölf Tage aus.

DE/HRZ/0015/18, Mai18

Gürtelrose ist eine Erkrankung der Nerven und der Haut, die typischerweise bei älteren Menschen auftritt. Jeder Mensch, der einmal Windpocken hatte, ist potentiell gefährdet, später an einer Gürtelrose zu erkranken. Die Erstinfektion mit dem Varizella-Zoster-Virus findet meist im Kindesalter in Form von Windpocken statt. Das Virus verbleibt lebenslang im Körper und kann zu einem späteren Zeitpunkt aufgrund eines schwachen Immunsystems als Gürtelrose ausbrechen.

DE/HRZ/0015/18, Mai18

zurück