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Keuchhusten (Pertussis)

Der Schutz gegen Keuchhusten lässt nach der Impfung im Säuglingsalter relativ schnell nach. Deshalb sollte der Impfschutz vor Schuleintritt erneuert werden um eine Erkrankung zu vermeiden.

DE/VAC/0726/17, Dez17

Keuchhusten kann für Säuglinge aufgrund von Atemstillständen lebensbedrohlich sein. Sie sind zusätzlich besonders gefährdet, weil bei dieser Infektionserkrankung kein Nestschutz von der Mutter an das ungeborene Kind übertragen wird. Deshalb besteht ab dem Tag der Geburt eine Schutzlücke bis der Säugling selbst Antikörper gegen den Erreger bilden kann.

DE/VAC/0726/17, Dez17

Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte die Grundimmunisierung gemäß den Empfehlungen je als eine Injektion in Kombination mit folgenden anderen empfohlenen Impfungen erfolgen: Diphtherie, Tetanus, Poliomyelitis, Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ b (Hib).

Bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erfolgt die Impfung in der Regel als eine Injektion in Kombination mit Diphtherie, Tetanus und ggf. Polio.

DE/VAC/0726/17, Dez17
  • Für Säuglinge vier Impfungen im Alter von 2, 3, 4 und 11-14 Lebensmonaten. Dieser frühe Zeitpunkt ist wichtig, da Keuchhusten für Säuglinge lebensbedrohlich sein kann.
  • Für Kinder und Jugendliche je eine Auffrischimpfung mit 5-6 Jahren und mit 9-17 Jahren.
  • Erwachsene sollten die nächste fällige Impfung gegen Tetanus und Diphtherie einmalig in Kombination mit einer Impfung gegen Keuchhusten erhalten - auch bei einer erforderlichen Tetanus-Impfung im Verletzungsfall!
  • Für Frauen im gebärfähigen Alter eine Impfung sowie für Eltern, Großeltern, Tagesmütter und weitere enge Kontaktpersonen von Säuglingen, sofern in den letzten 10 Jahren keine Keuchhusten-Impfung erfolgt ist.
  • Ebenso für Personal im Gesundheitswesen und in Gemeinschaftseinrichtungen, wenn in den letzten 10 Jahren keine Keuchhusten-Impfung stattgefunden hat.
DE/VAC/0726/17, Dez17

Das Bakterium Bordetella pertussis ist der Auslöser des Keuchhustens. Deshalb wird die Erkrankung in der Fachsprache auch Pertussis Der hochansteckende Erreger infiziert die Atemwege und bildet dort Giftstoffe, welche die Schleimhäute der Luftwege schädigen und damit die Erkrankung auslösen.

DE/VAC/0726/17, Dez17

Keuchhusten (Pertussis) ist weltweit eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Atemwege. Es handelt sich meist um einen langwierigen, trockenen Husten. Dabei kommt es häufig zu nächtlichen Hustenanfällen, die mit dem typischen keuchenden Einziehen der Luft enden. Bei Neugeborenen und Säuglingen kann Keuchhusten zu lebensgefährlichen Atemstillständen führen. Die Erkrankung wird durch Bakterien ausgelöst und ist hoch ansteckend mit Übertragung durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch (z. B. Husten, Niesen oder Sprechen).

DE/VAC/0726/17, Dez17

Es gibt eine Vielzahl von Gründen:

  1. Vermeidung schwere Komplikationen
  2. Infizierte Säuglinge müssen 24 Stunden monitoriert werden, da bei Ihnen ein Atemstillstand eintreten kann. Da sie selbst nicht geimpft werden können, sind sie auf den Schutz durch alle anderen angewiesen.
  3. Viele Erkrankungen bleiben unentdeckt, obwohl der Betroffene ansteckend ist.
  4. Weder die durchgemachte Erkrankung, noch die Impfung bieten lebenslangen Schutz.

Daher wird allen Erwachsenen empfohlen, die nächst fällige Impfung gegen Tetanus und Diphtherie als Dreifachkombinationsimpfung mit Keuchhusten zu verabreichen.

DE/VAC/0726/17, Dez17

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