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Warum impfen?

Unmittelbares Ziel der Impfung ist es, den Geimpften vor einer Krankheit zu schützen. Bei Erreichung hoher Durchimpfungsraten ist es darüber hinaus möglich, einzelne Krankheitserreger regional zu eliminieren und schließlich weltweit auszurotten. Für die Kinderlähmung (Poliomyelitis) wurde dieses Ziel in Europa im Juni 2002 bereits erreicht.



Paar mit Impfbüchern im WartezimmerKann bei Impfungen etwas passieren?

Manche Menschen stehen dem Impfen skeptisch gegenüber. Sie fürchten eine übermäßige Belastung und eventuelle Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen. Doch diese Angst ist unbegründet: Impfstoffe sind heute in der Regel gut verträglich. Auch die modernen Kombinationsimpfstoffe bedeuten keine zusätzliche Belastung für den Organismus. Bleibende unerwünschte gravierende Arzneimittelwirkungen werden in extrem seltenen Fällen beobachtet und Impfungen gehören zu den wirksamsten und wichtigsten präventiven Maßnahmen der Medizin überhaupt.

Impfstoffe: ausführlich getestet

Impfstoffe sind Arzneimittel, die vor dem in Verkehrbringen von der obersten Bundesoberbehörde (Paul Ehrlich-Institut) zugelassen werden müssen. Bevor ein Impfstoff zugelassen wird, wird er in Bezug auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen ausführlich begutachtet. Nur wenn die Begutachtung positiv ausfällt, wird ein Impfstoff überhaupt zugelassen. Darüber hinaus wird jede einzelne Charge sorgfältig geprüft. Impfstoffe gelten daher als die sichersten Arzneimittel überhaupt.

Nebenwirkungen: das Risiko einer Impfung und das weitaus größere Risiko, nicht geimpft zu sein.

Die STIKO unterteilt unerwünschte Ereignisse nach Impfungen in 4 verschiedene Kategorien:

  1. Lokal- und Allgemeinreaktionen
  2. Komplikationen
  3. Krankheiten/Krankheitserscheinungen in ungeklärtem
    ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung
  4. Hypothesen und unbewiesene Behauptungen

Sehr häufig sind Lokal- und Allgemeinreaktionen (wie Rötung und Schwellung an der Einstichstelle oder auch erhöhte Temperatur), die ein Ausdruck des aktivierten Immunsystems sind.
Impfkomplikationen sind sehr selten. Das Risiko einer Komplikation durch die Erkrankung ist wesentlich höher und liegt z.B. für eine Gehirnentzündung nach Masernerkrankung bei 1 zu 1.000.


DE/VAC/0472/15c, Dez15


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