Menu

Tollwut (Rabies): Symptome, Krankheitsverlauf und Impfung

Tollwut (Rabies) ist eine tödlich Viruserkrankung. Die WHO schätzt, dass jährlich etwa 55.000 Menschen an Tollwut sterben. Durch einen Biss oder direkten Schleimhautkontakt kann ein infiziertes Tier die Erreger auf den Menschen übertragen.

Nur die Tollwut-Impfung verhindert tödliche Erkrankung

Nach dem Biss eines tollwutverdächtigen Tieres muss bei ungeimpften Personen sofort der Impfstoff zeitgleich mit dem Tollwut-Immunglobulin gegeben werden. Nur so kann die Erkrankung verhindert werden.

Eine vorbeugende Schutzimpfung, die aus 3 Injektionen besteht - an den Tagen 0, 7 und 21 (oder 28), empfiehlt sich für exponierte Reisende in Endemiegebiete, v. a. nach Indien, China, Südostasien, Afrika und Lateinamerika.


Tollwut-Verbreitung oft durch Hunde

Das Virus ist beinahe weltweit verbreitet. Der Großteil der Todesfälle ereignet sich jedoch im asiatischen Raum. Hauptüberträger sind dort streunende Hunde. Die ausgebrochene Krankheit kann nicht medikamentös behandelt und therapiert werden. Sie verläuft tödlich. Daher ist es besonders wichtig, sich rechtzeitig vor einer Reise über die dortige Tollwutsituation zu informieren.

Tollwut ist weltweit ein Risiko. Die meisten Todesfälle sind in Asien und Afrika zu verzeichnen, hier zählt die Tollwut zu den 6 bedeutendsten Infektionskrankheiten. In Asien, Afrika, Lateinamerika und einigen Ländern Osteuropas gibt es Haustiertollwut.


Übertragung: Tollwut-Viren im Speichel infizierter Tiere

Prinzipiell können alle Säugetiere die Krankheit übertragen. In Europa sind es vor allem Wildtiere wie Füchse und in Deutschland Fledermäuse, die für Tollwutübertragungen auf den Menschen verantwortlich sind. Sehr selten können aber auch Weidetiere (Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde) die Erkrankung übertragen. In Nordamerika stellen Stinktiere, Waschbären, Fledermäuse und Füchse die Hauptreservoire dar.

Weltweit ist der Hund der Hauptüberträger der Tollwut und z. B. in China, Indien und Südostasien fast immer Verursacher der menschlichen Erkrankung. Auch Katzen übertragen das Virus. Da das Virus massenhaft im Speichel eines infizierten Tieres vorkommt, erfolgt eine Übertragung meist durch eine Bissverletzung oder nach Kontakt der Schleimhäute oder verletzter Hautstellen mit dem Speichel des Tieres.


Symptome und Krankheitsverlauf: Tollwut ist nach Ausbruch immer tödlich

Von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen in der Regel zwischen 3 Wochen und 3 Monaten. Die Inkubationszeit kann jedoch kürzer aber auch wesentlich länger (bis zu einigen Jahren sein). Das Virus befällt das zentrale Nervensystem, wo es sich vermehrt und schließlich im ganzen Körper ausbreitet.

Die ersten Anzeichen der Krankheit sind Brennen und Rötungen an der Bissstelle, auch Missempfindungen im Wundbereich, gefolgt von unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit und Unwohlsein. Im weiteren Verlauf tritt bei den Erkrankten eine zunehmende Reizbarkeit und Empfindlichkeit (Phobien) gegen Licht, Wasser und Geräusche auf, sowie eine steigende Aggression und Verwirrtheit, begleitet von Muskelzuckungen.

Später folgt der Befall von Schluck- und Atemmuskulatur mit Krämpfen. Der Tod tritt danach durch Herz- und Atemlähmung ein. Wenn die Erkrankung wegen fehlender Impfung und Immunglobulingabe tatsächlich ausbricht, verläuft sie tödlich.


DE/VAC/0662/17, Dez17