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Behandlung von Gürtelrose: Was kann ich dagegen tun?

Für die Behandlung einer Gürtelrose ist vor allem die Zeit ein kritischer Faktor. So genannte Virustatika können die Vermehrung der Viren verlangsamen. Dadurch können die Schwere und die Dauer des Hautausschlags, sowie die akuten Schmerzen reduziert werden. Das funktioniert allerdings nur dann optimal, wenn die Behandlung innerhalb von 72 Stunden nach dem Auftreten der ersten Hauterscheinungen begonnen wird. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser. Sobald also ein Verdacht vorliegt, dass die in diesem Artikel genannten Symptome von einer Gürtelrose kommen könnten, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, um eine Behandlung so rasch wie möglich zu beginnen.

Schmerztherapie

Ein wichtiges Ziel der Behandlung einer Gürtelrose ist es, die Entstehung einer Post-Zoster-Neuralgie (PZN) möglichst zu verhindern. Eine frühzeitige und ausreichende Schmerztherapie ist dafür von großer Bedeutung. Dafür kommen neben klassischen Schmerzmitteln auch Medikamente zum Einsatz, die für die Behandlung von Epilepsie oder Depression entwickelt wurden. Es hat sich gezeigt, dass sich mit einigen dieser Präparate eine PZN relativ gut verhindern lässt. Die Wirkstoffe senken die Erregbarkeit von Nervenzellen und unterdrücken die Weiterleitung von Schmerzen ins Rückenmark.

Leider ist die Behandlung neuralgischer Schmerzen häufig schwierig und zeigt nicht immer den gewünschten und erhofften Erfolg. Die starken, oft als unerträglich beschriebenen Schmerzen beeinträchtigen das Leben der Betroffenen in starkem Maße. Sowohl starke Einschränkungen in der Freizeit, als auch im Sozialleben und der Familie können die Folge sein. Die ständigen Schmerzen beeinträchtigen den Schlaf, die seelische Verfassung und damit auch die Leistungsfähigkeit. Manchen Patienten ist es aufgrund der starken Nervenschmerzen vorübergehend nicht möglich, einer Arbeit nachzugehen.

Lokale Behandlung der Bläschen

Desinfizierende, Juckreizlindernde oder entzündungshemmende Salben oder Tinkturen können lokal auf die Haut aufgetragen werden und das Abheilen der Bläschen unterstützen und eine Infektion der Haut an aufgekratzten Stellen verhindern.

Behandelt werden nur die Symptome, nicht die Erkrankung

Gürtelrose im herkömmlichen Sinne kann nicht geheilt werden. Nur die Symptome werden gelindert, um eine Genesung zu erreichen. Die Viren verbleiben jedoch weiterhin im Körper. Sie ziehen sich wieder in die Spinalganglien im Rückenmark zurück und können wiederholt reaktiviert werden, d. h. eine wiederholte Erkrankung an Gürtelrose ist möglich.

 


DE/HRZ/0019/18, Jun18


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