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Was passiert beim Zeckenbiss?

Beim Zeckenbiss sticht die Zecke in die Haut ihres Wirts und saugt dann Blut.

Wenn die Zecke eine geeignete Stelle auf der Haut eines Wirtes gefunden hat, passiert folgendes:

  1. Die Zecke ritzt mit ihren Kieferklauen die Haut ein und schiebt den Stechapparat in die Wunde. Dieser Stechapparat ist mit Widerhaken besetzt, die verhindern, dass die Zecke während des Saugvorgangs herausrutscht.
  2. Die Zecke gibt ein Sekret ab, damit der Stich und sie unbemerkt bleiben und Blut in die Wunde fließt.
  3. Die Zecke beginnt Ihre Nahrungsaufnahme.

Beim Zeckenstich (auch umgangssprachlich Zeckenbiss genannt) und Nahrungsaufnahme können Erreger übertragen werden, wie das FSME-Virus.

Meistens bleibt ein Zeckenstich unbemerkt. Wie macht die Zecke das?
In Ihrem Sekret ist ein wahrer "Werkzeugkasten" der hilft, dass sie unentdeckt saugen kann. Es enthält:

  • Einen Gerinnungshemmer: Er verhindert eine Verstopfung des Saugrüssels und steigert den Blutfluss hin zur Einstichstelle.
  • Einen Klebstoff: Er verankert den Saugrüssel fest in der Haut.
  • Ein Betäubungsmittel: Es macht die Einstichstelle unempfindlich. So kann die Zecke unbemerkt stechen und bis zu mehreren Tagen Blut saugen.
  • Einen Entzündungshemmer: Er verringert die körpereigene Immunabwehr an der Einstichstelle.

Es gibt aber gegen Zeckenstiche wirkungsvolle Schutzmaßnahmen.
Schutz vor Zecken


DE/ENC/0041/17c(1), Jan18


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