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Der Verlauf einer Gürtelrose

An einer Gürtelrose können nur Menschen erkranken, die in der Vergangenheit Windpocken hatten, denn nach der Abheilung der Windpocken verbleiben die Viren schlummernd im Körper. Genauer gesagt in den Nervenzellen, die sich in den Spinalganglien links und rechts entlang der Wirbelsäule befinden. Eine Gürtelrose kann dann irgendwann im Leben auftreten, vor allem aber ab einem Alter von 50 Jahren. Grund hierfür ist das nachlassende Immunsystem.

Reaktivierung der Varizella-zoster-Viren

Erfolgt die Reaktivierung der Varizella-zoster-Viren, wandern diese von den Nerven in den Spinalganglien entlang der Nervenfasern bis zu den Nervenendigungen an die Körperoberfläche. Abhängig davon, in welchen Spinalganglien die reaktivierten Viren ausbrechen, sind die damit verbundenen Hautbereiche betroffen. Die Vermehrung der Viren, und damit eine Gürtelrose, kündigt sich bei etwa dreiviertel der Betroffenen mit brennenden bis schneidenden Schmerzen an bestimmten Stellen des Körpers an. Ebenso kann die Region jucken und berührungsempfindlich sein. Viele Betroffene fühlen sich unwohl und abgeschlagen, manche berichten von Fieber. Zu diesem Zeitpunkt ist von außen noch nicht sichtbar, um welche Krankheit es sich handelt. Die Virusvermehrung schädigt die Nervenzellen, was zu den bekannten Schmerzen führt.

Juckender Hautausschlag

Die Schmerzen können bis zu sieben Tage vor dem Auftreten des Hautausschlags beginnen. Die Haut an der betroffenen Stelle ist rötlich, teilweise fleckig verfärbt und Papeln entwickeln sich. In kurzer Zeit entstehen daraus flüssigkeitsgefüllte, Stecknadelkopf große Bläschen, die häufig in Gruppen zusammenstehen. Der Inhalt der Bläschen ist ansteckend. Da sich die Nerven auf die rechte und linke Körperhälfte aufteilen und häufig nur einzelne Nerven befallen sind, tritt der Ausschlag meist nur auf einer Körperseite auf.

Am häufigsten tritt der Ausschlag am Rumpf auf, doch auch an den Armen oder Beinen, am Hals, Kopf oder im Gesicht kann die Krankheit auftreten. Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Körperteilen, an denen Gürtelrose auftreten kann, finden Sie hier.

Abheilung des Hautausschlags – Rückzug der Viren

Zwischen den ersten Anzeichen und dem Abheilen der letzten Bläschen liegen in der Regel zwei bis vier Wochen. Bei einem guten Immunsystem und rechtzeitiger Behandlung heilt eine Gürtelrose folgenlos aus. Die VZV sind vom Immunsystem – und meist mit Unterstützung durch antivirale Medikamente – in die Spinalganglien zurückgedrängt worden. Der Erkrankte hat folglich die Gürtelrose überstanden, von den Varizella-Zoster-Viren befreit ist er allerdings nicht. Denn die Viren verbleiben in den Nerven und können erneut reaktiviert werden und eine erneute Gürtelrose-Erkrankung hervorrufen.

Komplikationen und Folgen

Nicht immer heilt die Erkrankung problemlos und folgenlos aus. Neben dauerhaften Schmerzen (Post-Zoster-Neuralgie) können weitere Komplikationen auftreten. Lesen Sie hier mehr zu den möglichen Komplikationen.

 

 


DE/HRZ/0031/18, Jul18