Menu

Der Versorgungsatlas: Die medizinische Versorgung in Deutschland unter der Lupe

Wo leben die gesündesten Deutschen? Wie ist der Trend bei der Verschreibung von Antibiotika? Warum sind Akademiker impfkritischer? Auf solche und weitere Fragen versucht der Versorgungsatlas Antworten zu geben.

Die medizinische Versorgung in Deutschland ist fraglos im Ländervergleich sehr gut. Dennoch gibt es natürlich auch bei uns Verbesserungsmöglichkeiten und stetige Veränderungen, die Anpassungen nötig machen. Einige Belange im Gesundheitswesen werden von den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt und so bietet sich die Möglichkeit, die unterschiedlichen Herangehensweisen zu vergleichen.

Der Versorgungsatlas (zugänglich unter www.versorgungsatlas.de) bietet eine öffentlich zugängliche Informationsquelle zu einer stetig wachsenden Anzahl ausgewählter Themen aus der medizinischen Versorgung in Deutschland. Schwerpunkt des Versorgungsatlas sind regionale Unterschiede in der medizinischen Versorgung und deren Ursachen. Betrieben wird die Seite vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Bundesweite Abrechnungsdaten der vertragsärztlichen Versorgung in Deutschland werden herangezogen, um verschiedenste Vergleiche vorzunehmen und Fragestellungen zu untersuche. Letztlich sollen diese Auswertungen dabei helfen, regionsspezifischen Handlungsbedarf zu erkennen und die gesundheitliche Versorgung so zu gestalten, dass unerwünschte regionale Unterschiede abgebaut werden. Das Ziel ist, die gesetzlich Versicherten möglichst optimal zu versorgen.

Wo ist der Anteil an Rauchern in Deutschland am höchsten? Wo leben die gesündesten Deutschen? Auf solche und andere Fragen geben die Auswertungen des ZI Antworten. Kürzlich wurde beispielsweise eine Analyse veröffentlicht, aus der ersichtlich wird, dass in Teilen Süddeutschlands die Impfquoten für die Masern- und Meningokokken C-Impfung flächendeckend deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Die Auswertung ergab, dass in Regionen mit hohem Haushaltseinkommen, geringer Arbeitslosenquote und geringer gesundheitlicher Belastung (sozioökonomischer Gesundheitsindex) die Impfquote niedriger lag. Offenbar sind Wohlhabendere impfskeptischer und lassen ihre Kinder seltener impfen.

Zu zahlreichen weiteren Themen gibt es Analysen und kurz zusammengefasste Berichte, so beispielsweise aus dem Jahr 2016 zur Prävention im Kindes- und Jugendalter, aus dem Jahr 2017 zum Thema Diabetes oder zum Thema Antibiotikaeinsatz und damit verbundenen Problemen.


DE/VAC/0472/15av, Okt17


Verwandte Themen

featuredThemaTitle

Faktencheck Grippe

Wie lang dauert eine Grippewelle? Wie viele Menschen erkranken jedes Jahr? Wie viele Influenza-Stämme gibt es beim Menschen? Lernen Sie hier die Grippe gefahrlos besser kennen

  weiterlesen

DE/QIV1/0008/17c, Jun17

featuredThemaTitle

Grippe-Impfung 2017: Breiterer Schutz für Kassenpatienten

Hohes Fieber, starker Husten, Muskel- und/oder Kopfschmerzen als typische Symptome: Die Grippesaison steht vor der Tür. An der echten Virusgrippe (Influenza) könnten in diesem Jahr wieder sehr viele Menschen in Deutschland erkranken. Gefürchtet sind Komplikationen wie Lungenentzündung oder Herzmuskelentzündung, die schwerwiegend verlaufen können. Als wirksamste Prävention gegen Influenza gilt die Grippe-Impfung. Auch Kassenpatienten können sich nun besser schützen: Seit diesem Jahr übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Piks mit dem breiteren Vierfach-Impfstoff für alle gefährdeten Personen.

  weiterlesen

DE/QIV1/0008/17, Jul17

featuredThemaTitle

Ü60 – diese Impfungen sind empfohlen

Ältere Personen und Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Herzschwäche oder Lungenerkrankungen sind für bestimmte Krankheiten besonders gefährdet. Welche Krankheiten das sind und mit welchen Impfungen einfach vorgebeugt werden kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

  weiterlesen

DE/VAC/0472/15aw, Okt17