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Die Impfung: Der Sicherheitsgurt für die Gesundheit

Impfen oder nicht impfen – das ist hier die Frage! Aber ist sie das wirklich? Oder geht es nicht eher darum , ob man impft oder erkrankt?

Junge Frau in Auto legt Sicherheitsgurt an

Immer wieder wird diskutiert, ob man sich – oder die Kinder –impfen lassen soll oder nicht, welche Risiken eine Impfung birgt und welche Impfungen wirklich notwendig sind. Ja, Impfungen sind nicht ohne Nebenwirkungen. Kein Medikament, aber auch keine andere Präventionsmaßnahme ist das.

Ein Vergleich: Sicherheitsgurte und Impfungen

Der Vergleich scheint zu hinken, aber es gibt doch viele Parallelen: Die Einführung des Sicherheitsgurts in den 1970er Jahren erzeugte extrem viel Widerstand. Millionen von Menschen weigerten sich vehement, den Sicherheitsgurt anzulegen, obwohl etwa 90 Prozent der Bevölkerung ihn für ein sinnvolles Rückhaltesystem hielten. Aber sich selbst anschnallen, das wollten die meisten nicht. Eine psychologische Studie brachte damals zum Vorschein, "dass der Sicherheitsgurt primär mit den Gefahren eines Unfalls und seinen Folgen assoziiert wird und erst sekundär mit seiner eigentlichen Funktion, nämlich vor diesen Gefahren zu schützen“. Das Thema „Anschnallen“ brachte die Menschen in eine psychologische Zwickmühle: „Einerseits sehen sie ein, dass sie mit Gurten sicherer fahren, andererseits aktualisiert der Sicherheitsgurt bei ihnen Angst, die sie vermeiden wollen." Ähnlich scheint das bei Impfungen zu sein. Die meist wenig gefährlichen Nebenwirkungen einer Impfung (Schmerzen an der Einstichstelle, evtl. Unwohlsein, Fieber u.a.), werden überbewertet. Die Erkrankung selbst jedoch und die möglichen (teilweise) lebensbedrohlichen Komplikationen werden als unwahrscheinlich empfunden und daher in Kauf genommen.

Die Impfung als Sicherheitsgurt für die Gesundheit

Heute hinterfragt niemand mehr ernsthaft das Anschnallen im Auto – es geht nicht darum, ob ich mich anschnallen soll oder nicht. Jeder weiß, dass der Sicherheitsgurt der wichtigste Lebensretter im Auto ist. 98 Prozent aller Autofahrer schnallen sich an. Die zwei Prozent, die es nicht tun, gefährden allein ihr Leben.

Bei Impfungen ist das anders: Wenn 98 Prozent geimpft sind, profitieren die übrigen zwei Prozent von der Herdenimmunität. Was also ist die Antwort auf die Frage „Impfen oder nicht impfen?“:  Wer sich gegen Impfen entscheidet, entscheidet sich für eine mögliche Erkrankung bei sich und anderen.


DE/VAC/0472/15ar, Mai17