Gesundheitsvorsorge für Erwachsene – schon durchgecheckt?

Ärztin hört Patientin mit Stethoskop ab

Seitdem sich praktisch jedes Gespräch und jeder Artikel, in dem es um irgendwas mit „Gesundheit“ geht, immer um Corona dreht (also seit über zwei Jahren!), vergisst man schnell, dass es auch andere Gefahren für die eigene Gesundheit gibt.

Viele Menschen sind während der Phasen mit hohen Corona-Inzidenzen nicht mehr zum Arzt gegangen – weder zu Vorsorgeuntersuchungen, noch wenn sie Beschwerden hatten. Das kann mittel- bis langfristig zum Problem werden. Denn Vorsorgeuntersuchungen dienen genau dem Zweck, die Entstehung oder die Manifestierung von Krankheiten zu verhindern, indem erste Anzeichen zu einem Zeitpunkt erkannt werden, an dem gegengesteuert oder gut behandelt werden kann. Das psychologische Problem von Vorsorgeuntersuchungen ist, dass man sie in den eh schon stressigen Alltag quetschen muss, obwohl es einem gut geht. Anstatt sich noch einen weiteren Termin aufzuladen, wird der Anruf in der Arztpraxis ein um die andere Woche verschoben – und schwupp, schon ist ein weiteres Jahr vorbei. Kennen Sie das?

 

Gesundheitsvorsorge – der Allrounder

Die Vorsorgeuntersuchung mit dem wenig aufregenden, aber passgenauen Namen „Gesundheitsvorsorge für Erwachsene“ ist der Allrounder unter den Vorsorgeuntersuchungen. Sie dient zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-, Nieren-, Lungenerkrankungen, Krebserkrankungen und Diabetes Typ 2. Auch die Kontrolle des Impfstatus ist wichtiger Bestandteil dieser Untersuchung.

Daneben wird geprüft, ob Risikofaktoren für die Entwicklung der genannten oder anderer Krankheiten vorliegen. Das könnten sein:

  • Übergewicht oder Adipositas
  • Rauchen
  • Riskanter Alkoholkonsum
  • Bewegungsmangel
  • Längerfristige emotionale Belastungen und Stress

Die Untersuchung umfasst neben einer ausführlichen Befragung zum aktuellen Gesundheitszustand auch eine körperliche und eine Blutuntersuchung. Je nachdem, wie alt Sie sind, findet die Untersuchung in bestimmten Abständen statt und es werden unterschiedliche Werte erhoben.

Ihr Alter verrät den Vorsorgerhythmus

Sie sind 18-34 Jahre: Dann haben Sie in dem gesamten Zeitraum einmal Anspruch auf die von der Krankenkasse bezahlte Vorsorgeuntersuchung.

Sie sind 35 Jahre und älter: Nun dürfen Sie alle drei Jahre zur Gesundheitsvorsorge gehen. Außerdem wird ab 35 Jahren bei jeder Untersuchung der Urin untersucht. Einmalig wird das Blut daraufhin analysiert, ob jemals eine Ansteckung mit Hepatitis B oder Hepatitis C stattgefunden hat. Ab 35 Jahren haben Sie zudem alle zwei Jahre Anspruch auf eine Hautkrebsvorsorge. Diese können Sie entweder bei Ihrem Hausarzt oder bei Ihrer Hautärztin durchführen lassen.

Bei jeder Gesundheitsvorsorgeuntersuchung prüft Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, ob Ihr Impfschutz noch aktuell und ausreichend ist. Denn auch das ändert sich mit den Lebensumständen (z. B. in der Schwangerschaft oder mit kleinen Kindern) - oder mit dem Alter.

Ab 60 Jahren werden z.B. standardmäßig die Impfungen gegen GürtelrosePneumokokken und Influenza empfohlen.

Natürlich ist die Vorsorgeuntersuchung auch der richtige Zeitpunkt, um Fragen zu stellen oder gesundheitliche Veränderungen oder Probleme anzusprechen, die Ihnen selbst aufgefallen sind. Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt wird, falls nötig, weitere Untersuchungen durchführen, oder Sie an einen Facharzt überweisen. 

Das Beste? Alles kostenlos!

Und wissen Sie, was das Beste ist? Für die Gesundheitsvorsorge müssen Sie nichts extra bezahlen! Alle Kosten werden von Ihrer Krankenkasse übernommen. Lassen Sie sich diesen Bonus nicht entgehen und vereinbaren Sie gleich einen Termin bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt!


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