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Grippe – Mythen

Es gibt eine Vielzahl von Mythen die sich um die Grippeimpfung ranken. Da es sich bei der echten Grippe jedoch um eine ernste Erkrankung handelt, ist es wichtig, die Mythen und die Fakten auseinanderzuhalten.

Erfahren Sie in diesem Video die Fakten zu den folgenden Mythen:

  • „Die Grippeimpfung wirkt nicht“
  • „Grippe ist harmlos – jeder hat mal eine Erkältung“
  • „Die Grippeimpfung kann eine Grippe verursachen“
  • „Nach der Grippeschutzimpfung fühlt man sich richtig schlecht“
  • „Gegen die Grippe helfen Antibiotika“
  • „Die Grippeimpfung schwächt das Immunsystem.“
  • „Wenn man letztes Jahr gegen Grippe geimpft wurde oder an Grippe erkrankt war, kann man sich dieses Jahr nicht anstecken.“
  • „Grippe ist nur für ältere Menschen gefährlich.“

Nachdem Sie sich nun mit diesem Video informiert haben, können Sie Ihr Wissen auch gerne  mit Ihren Freunden und Bekannten teilen.


DE/FLU/0085/15a, Nov16

Ihr persönliches Risiko

Babys

Kinder

Jugendliche

Erwachsene

Berufstätige

Senioren

Babys

Auch Babys können eine Grippe bekommen. Vor allem vorgeschädigte Schleimhäute, z. B. aufgrund von Allergien, und andere chronische Grunderkrankungen begünstigten die Ansteckung mit Influenza-Viren und die Entwicklung von Komplikationen. Babys können ab einem Alter von 6 Monaten gegen Grippe geimpft werden.

Kinder

Kinder sind häufig von Grippe-Infektionen betroffen. Gerade in Kindertagesstätten und Schulen, wo miteinander gespielt und getobt wird, verbreiten sich die Viren schnell. Klein- und Schulkinder stellen daher eine große potenzielle Ansteckungsquelle für Andere dar. Beispiele der Vergangenheit bekräftigen diese Aussagen – die Hongkong-Grippe Ende der 60er Jahre leerte die Klassenzimmer, während die Krankenhäuser sich füllten. Und auch die jüngste Epidemie 1995/96 in Deutschland zeigte, dass Kleinkinder häufig mit Komplikationen in die Klinik eingewiesen werden müssen. Daher ist eine jährliche Grippe-Schutzimpfung für alle Kinder sinnvoll, Kinder mit chronischen Grundleiden sollten in jedem Fall regelmäßig gegen Influenza geimpft werden.

Jugendliche

Auch gesunde Jugendliche werden keineswegs von der Grippe verschont. Bei der letzten großen Grippe-Epidemie in Deutschland 1995/96 erkrankten viele Jugendliche, einige starben an den Folgen. Daher ist eine jährliche Grippe-Schutzimpfung für alle Teenager ratsam, Jugendliche mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, wie z.B. chronische Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes mellitus und anderen Stoffwechselkrankheiten, angeborene und erworbene Immundefekte, HIV-Infektionen und Krebsleiden sollten unbedingt jedes Jahr in Form einer Impfung gegen Influenza geschützt werden.

Erwachsene

Für Erwachsene mit geschwächter Immunabwehr und chronischen Krankheiten wie z.B. Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenproblemen, Diabetes, HIV-Infektionen sowie Krebsleiden empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut eine jährliche Grippe-Schutzimpfung. Auch schwangeren Frauen empfiehlt die STIKO die Grippeimpfung. Darüber hinaus sind Eltern besonders gefährdet, sich mit Influenza anzustecken. Ihre Kinder bringen die Erreger aus Kindergärten und Schulen mit nach Hause. Fernreisende sollten sich mindestens 14 Tage vor Reiseantritt über eine notwendige Grippe-Vorsorge bei ihrem Arzt informieren. Immer wieder werden im europäischen Sommer Influenza-Viren von der Südhalbkugel eingeschleppt.
Ein trauriges Beispiel der Geschichte unterstreicht das Infektionsrisiko auch für gesunde Erwachsene – an der schweren „Spanischen Grippe“ von 1918/19 erkrankten und starben weltweit Millionen gesunde Menschen, mehr als Soldaten im 1. Weltkrieg.

Berufstätige

Für Personen mit erhöhter Gefährdung einer Ansteckung, z.B. medizinisches Personal und Personen mit umfangreichem Publikumsverkehr, empfiehlt sich eine jährliche Grippe-Schutzimpfung – zum eigenen Schutz und vor allem auch zum Schutz anderer, z. B. betreuter Risikopatienten. Zur letzten Gruppe zählen in erster Linie Lehrer, Erzieher, Einsatzkräfte, Personen in der Lebensmittelfertigung, bei der Müllentsorgung, Reinigungskräfte und allgemein Berufstätige im Verkauf. Aber auch für Selbstständige und Unternehmer können sich die hohen Ausfallzeiten in Folge der Grippe-Erkrankung in jeder Hinsicht teuer auswirken.

Senioren

Für Personen ab dem 60. Lebensjahr erhöht sich das Risiko eines komplikationsbehafteten Krankheitsverlaufs im Zuge einer Influenza. Das Abwehrsystem ist in dieser Altersgruppe allgemein geschwächt. Gerade auf engem Raum in Alters- und Pflegeheimen verbreiten sich die Viren schnell. Und auch die Enkelkinder übertragen die lebensgefährlichen Erreger auf die Großeltern. Daher empfiehlt sich für diese Personengruppe grundsätzlich eine jährliche Grippe-Schutzimpfung.

DE/FLU/0025/16, Mar18


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