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Grippe – Wie schütze ich mich?

Ärztin impft Frau mit Grippeimpfung

Mit einer Impfung können Sie sich effektiv vor einer Ansteckung mit Influenza-Viren und den Folgen schützen. Die Schutzimpfung gegen Influenza kann für alle Menschen sinnvoll sein. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut, die in Deutschland die offiziellen Impf-Empfehlungen heraus­gibt, empfiehlt eine Grippe-Impfung vor allem für Personen ab 60 Jahren und allen Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, für Schwangere ab 2. Trimenon und für jene, die in ihrem näheren Umfeld ältere oder chronisch kranke Menschen haben. Auch alle, die im Beruf viel Publikumsverkehr haben und Reisende sollten an eine Impfung denken. Darüber hinaus sollte sich jeder impfen lassen, der eine Grippe-Infektion vermeiden will.

Übrigens: Wie bei jeder anderen vorbeugenden Schutzimpfung auch, handelt es sich bei der Grippe-Impfung um eine reine Vorsorgeleistung.

Rechtzeitig im Herbst impfen lassen

Es wird empfohlen, die Impfung möglichst jedes Jahr in der Zeit von September bis November durchführen zu lassen. Eine Impfung ist jedoch auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich und sinnvoll, da der Impfschutz bereits bis 14 Tage nach der Impfung voll ausgeprägt ist. Der nach einer Impfung gebildete Schutz ist in der Regel 6 bis 12 Monate wirksam.

Impfschutz bei Kindern

Kinder können ab dem vollendeten 6. Lebensmonat gegen Influenza geimpft werden. Kinder bis 9 Jahre, die zuvor noch nicht gegen Influenza geimpft wurden, benötigen eine zweite Dosis Impfstoff nach einem Monat, um einen ausreichenden Schutz aufzubauen. Später reicht eine normale Impfdosis pro Jahr aus. Die Impfung erfolgt bei Säuglingen und Kleinkindern in den Oberschenkelmuskel, bei Schulkindern und Erwachsenen in den Oberarm.

Gut verträglich

Lokale Reaktionen wie Schmerz, Rötung und Schwellung rund um die Einstichstelle sind generell die häufigsten Nebenwirkungen von Impfungen. Sie klingen aber meist sehr rasch ab. Allgemeinreaktionen wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen treten auch auf. In der Regel sind die Impfreaktionen nach 1-3 Tagen verschwunden.

Personen, bei denen eine Allergie gegenüber Hühnereiweiß bekannt ist, sollten sich mit ihrem Arzt beraten, da der Impfstoff aufgrund der Herstellung noch Spuren von Hühnereiweiß enthalten kann. Während einer akuten fieberhaften Erkrankung sollte nicht geimpft werden, die Impfung muss zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.


DE/VAC/0130/16(1), Mar18

Grippe-Check

Mit dem interaktiven Grippe-Check können Sie testen, ob Ihre Krankheitszeichen für eine Erkältung oder für eine ernsthafte Grippe sprechen. Bitte beachten Sie, dass dieser Check keine ärztliche Untersuchung ersetzt. Er stellt lediglich eine Hilfe zur Selbsteinschätzung dar.

Klicken Sie bitte die Symptome an, die bei Ihnen stark ausgeprägt sind.

Ihre Auswertung

Ihre Krankheitszeichen sprechen eher dafür, dass Sie an einer Erkältung erkrankt sind. Suchen Sie Ihren Arzt auf. Ihre Krankheitszeichen deuten darauf hin, dass Sie an einer starken Erkältung erkrankt sind. Suchen Sie Ihren Arzt auf. Da jedoch eine Grippe (Influenza) nicht auszuschließen ist, sollten Sie schnellstmöglich Ihren Arzt aufsuchen, um die Symptome abklären zu lassen. Ihre Krankheitszeichen sprechen stark dafür, dass Sie an einer echten Grippe erkrankt sind. Sie sollten schnellstmöglich Ihren Arzt aufsuchen, um die Symptome abklären zu lassen.

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DE/FLU/0024/16, Feb18

Ihr persönliches Risiko

Babys

Kinder

Jugendliche

Erwachsene

Berufstätige

Senioren

Babys

Auch Babys können eine Grippe bekommen. Vor allem vorgeschädigte Schleimhäute, z. B. aufgrund von Allergien, und andere chronische Grunderkrankungen begünstigten die Ansteckung mit Influenza-Viren und die Entwicklung von Komplikationen. Babys können ab einem Alter von 6 Monaten gegen Grippe geimpft werden.

Kinder

Kinder sind häufig von Grippe-Infektionen betroffen. Gerade in Kindertagesstätten und Schulen, wo miteinander gespielt und getobt wird, verbreiten sich die Viren schnell. Klein- und Schulkinder stellen daher eine große potenzielle Ansteckungsquelle für Andere dar. Beispiele der Vergangenheit bekräftigen diese Aussagen – die Hongkong-Grippe Ende der 60er Jahre leerte die Klassenzimmer, während die Krankenhäuser sich füllten. Und auch die jüngste Epidemie 1995/96 in Deutschland zeigte, dass Kleinkinder häufig mit Komplikationen in die Klinik eingewiesen werden müssen. Daher ist eine jährliche Grippe-Schutzimpfung für alle Kinder sinnvoll, Kinder mit chronischen Grundleiden sollten in jedem Fall regelmäßig gegen Influenza geimpft werden.

Jugendliche

Auch gesunde Jugendliche werden keineswegs von der Grippe verschont. Bei der letzten großen Grippe-Epidemie in Deutschland 1995/96 erkrankten viele Jugendliche, einige starben an den Folgen. Daher ist eine jährliche Grippe-Schutzimpfung für alle Teenager ratsam, Jugendliche mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, wie z.B. chronische Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes mellitus und anderen Stoffwechselkrankheiten, angeborene und erworbene Immundefekte, HIV-Infektionen und Krebsleiden sollten unbedingt jedes Jahr in Form einer Impfung gegen Influenza geschützt werden.

Erwachsene

Für Erwachsene mit geschwächter Immunabwehr und chronischen Krankheiten wie z.B. Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenproblemen, Diabetes, HIV-Infektionen sowie Krebsleiden empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut eine jährliche Grippe-Schutzimpfung. Auch schwangeren Frauen empfiehlt die STIKO die Grippeimpfung. Darüber hinaus sind Eltern besonders gefährdet, sich mit Influenza anzustecken. Ihre Kinder bringen die Erreger aus Kindergärten und Schulen mit nach Hause. Fernreisende sollten sich mindestens 14 Tage vor Reiseantritt über eine notwendige Grippe-Vorsorge bei ihrem Arzt informieren. Immer wieder werden im europäischen Sommer Influenza-Viren von der Südhalbkugel eingeschleppt.
Ein trauriges Beispiel der Geschichte unterstreicht das Infektionsrisiko auch für gesunde Erwachsene – an der schweren „Spanischen Grippe“ von 1918/19 erkrankten und starben weltweit Millionen gesunde Menschen, mehr als Soldaten im 1. Weltkrieg.

Berufstätige

Für Personen mit erhöhter Gefährdung einer Ansteckung, z.B. medizinisches Personal und Personen mit umfangreichem Publikumsverkehr, empfiehlt sich eine jährliche Grippe-Schutzimpfung – zum eigenen Schutz und vor allem auch zum Schutz anderer, z. B. betreuter Risikopatienten. Zur letzten Gruppe zählen in erster Linie Lehrer, Erzieher, Einsatzkräfte, Personen in der Lebensmittelfertigung, bei der Müllentsorgung, Reinigungskräfte und allgemein Berufstätige im Verkauf. Aber auch für Selbstständige und Unternehmer können sich die hohen Ausfallzeiten in Folge der Grippe-Erkrankung in jeder Hinsicht teuer auswirken.

Senioren

Für Personen ab dem 60. Lebensjahr erhöht sich das Risiko eines komplikationsbehafteten Krankheitsverlaufs im Zuge einer Influenza. Das Abwehrsystem ist in dieser Altersgruppe allgemein geschwächt. Gerade auf engem Raum in Alters- und Pflegeheimen verbreiten sich die Viren schnell. Und auch die Enkelkinder übertragen die lebensgefährlichen Erreger auf die Großeltern. Daher empfiehlt sich für diese Personengruppe grundsätzlich eine jährliche Grippe-Schutzimpfung.

DE/FLU/0025/16, Mar18