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Habe ich Gürtelrose? Die Diagnose der Erkrankung

In den ersten Tagen der Erkrankung, bevor der typische Hautausschlag auftritt, kann es schwierig sein, eine Gürtelrose zu diagnostizieren. Denn die noch unspezifischen Symptome wie Krankheitsgefühl und eventuell vorhandenes Kribbeln oder Schmerzen an einer bestimmten Körperstelle könnten auch von anderen Krankheiten oder Verletzungen herrühren. Bei Schmerzen im Brustbereich muss z. B. ein Herzinfarkt, bei Schmerzen am Rücken ein Bandscheibenvorfall ausgeschlossen werden. Sobald sich dann die Papeln bilden, die sich zu flüssigkeitsgefüllten Bläschen entwickeln, ist die Feststellung eindeutig. Ein Arzt kann dann mittels Blickdiagnose eine Gürtelrose feststellen.

Diagnose der Gürtelrose im Labor

Bei untypischen Verläufen, z. B. bei sehr jungen Patienten oder wenn die Symptome nicht eindeutig zugeordnet werden können oder der Ausschlag nicht klar nach einem Herpes zoster aussieht, wird gezielt nach dem Erreger gesucht. Sind Bläschen vorhanden, entnimmt der Arzt eine Probe über einen Abstrich der Bläschen. Sind keine Bläschen vorhanden, kann der Erreger auch in einer Blutprobe nachgewiesen werden.

Diagnose so schnell wie möglich

Bei einer Gürtelrose sollte eine Diagnose immer möglichst schnell gestellt werden, um mit einer antiviralen Behandlung so früh wie möglich beginnen zu können. Die Therapie ist am wirksamsten, wenn sie innerhalb der ersten drei Tage nach dem Erscheinen des Hautausschlags begonnen wird.


DE/HRZ/0032/18, Jul18