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Impfen auch ohne STIKO-Empfehlung?

Vorab: Mit allen in Deutschland zugelassenen Impfstoffen darf geimpft werden. Alle Impfstoffe, die eine Zulassung von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency – EMA) erhalten haben, sind ausführlich untersucht, getestet und für sicher befunden.

Die STIKO in Deutschland ist ein Gremium, für das das öffentliche Interesse an einer Schutzimpfung im Vordergrund steht. Sie trifft ihre Entscheidungen also mit dem Blick auf eine Impfstrategie für die Bevölkerung in Deutschland, damit möglichst viele Fälle von Erkrankung, Tod und bleibenden Schäden vermieden werden. Der Schutz einer Einzelperson steht für die Entscheidungen und Empfehlungen der STIKO nicht an erster Stelle.
Trifft die STIKO die Entscheidung, eine Impfung für eine bestimmte Personengruppe (z.B. Kinder im Alter zwischen 0 und 18 Jahren oder Erwachsene ab 60 Jahren) zu empfehlen, so nimmt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) diese Impfung in seine Richtlinien auf. Diese Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

Neben den von der STIKO empfohlenen Impfungen gibt es einige, die für bestimmte Personen sehr sinnvoll sein können. Beispiele für nicht von der STIKO allgemein empfohlene Impfungen sind die Impfung gegen Meningokokken B, gegen Herpes Zoster, HPV für Jungen oder verschiedene Reiseimpfungen.

Jeder Arzt kann auch über die STIKO-Empfehlung hinaus Impfungen durchführen, wenn das für den Patienten sinnvoll ist. Wundern Sie sich daher nicht, wenn Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Sie auf eine solche Schutzmöglichkeit hinweist. Ebenso können auch Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin direkt ansprechen, wenn Sie Informationen zu bestimmten Impfungen für sich oder Ihr Kind wünschen.


DE/VAC/0472/15ba, Apr18


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