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Masern und ihre möglichen Folgen – Schwere Komplikationen und Krankenhausaufenthalte sind nicht selten

Bei Masern handelt es sich nicht – wie oft irrtümlich vermutet – um eine reine Kinderkrankheit. Zwar sind Kleinkinder zwischen vier und fünf Jahren am häufigsten betroffen, aber auch Erwachsene können erkranken.

Bei Masern handelt es sich nicht – wie oft irrtümlich vermutet – um eine reine Kinderkrankheit. Zwar sind Kleinkinder zwischen vier und fünf Jahren am häufigsten betroffen, aber auch Erwachsene können erkranken.

Fieber, Husten und Schnupfen − der Verlauf einer Masernerkrankung kann mit vermeintlichen Grippesymptomen beginnen. Zudem zeigen sich nach zwei bis drei Tagen rote Flecken mit weißem Zentrum an der Mundschleimhaut, die so genannten Koplik’schen Flecken. Dann beginnt der maserntypische Ausschlag. Allerdings kann es auch schlimmer kommen. Jugendliche und junge Erwachsene erkranken heute nach den Säuglingen am zweithäufigsten an Masern. Vor allem bei Säuglingen und Erwachsenen kann es zu schweren Verläufen mit Krankenhausaufenthalt kommen: im Jahr 2011 mussten in Deutschland laut Robert Koch-Institut 44% aller an Masern erkrankten Erwachsenen über 20 Jahre aufgrund Schwierigkeiten im Krankheitsverlauf eingewiesen werden. Mögliche Komplikationen können hohes Fieber, Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, schwere Durchfälle und in besonders schweren Fällen auch eine Gehirnentzündung sein.

Säuglinge, die noch nicht geimpft werden können, haben ein erhöhtes Risiko sich anzustecken. Selbst nach einer (zumeist im Säuglingsalter) überstandenen Masernerkrankung kann Jahre später eine subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) auftreten – eine Späterkrankung des zentralen Nervensystems, die nicht heilbar ist und mit dem Tod endet. Daher sollte man sich und andere mit einer Impfung schützen. Jedem Erwachsenen, der nach 1970 geboren ist, wird empfohlen, seinen Impfschutz zu überprüfen und bei unklarer, fehlender oder in der Kindheit nur einmalig verabreichter Impfung, diese schnellstmöglich nachholen – bevorzugt mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln.

 


DE/PRI/0037/13(1), Feb18


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