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Was im Körper bei einer Rotavirus-Infektion passiert


Rotaviren haben unter dem Elektronen-Mikroskop eine Rad-ähnliche Struktur (lat. rota = Rad). Doch sie sind nicht so harmlos, wie ihr Äußeres vermuten lässt. Die Viren werden durch Schmierinfektion übertragen und gelangen über die Speiseröhre in den Magen-Darm-Trakt. Im Darm heften sie sich an die Dünndarmzotten und dringen in die obere Zellschicht ein. Sie vermehren sich dort, indem sie die Mechanismen der Darmzellen nutzen.

Die Folge ist eine schwere Entzündung der Darmschleimhaut und Absterben der Darmzotten. Der Körper reagiert mit Durchfall und Erbrechen. Er kann keine Flüssigkeit und Elektrolyte mehr aufnehmen. Dadurch kann es zu einer problematischen Austrocknung des kleinen Körpers kommen.

Weitere Symptome wie Teilnahmslosigkeit, Gewichtsverlust und hohes Fieber kommen häufig hinzu. Um eine Austrocknung des Körpers zu verhindern, ist es wichtig, rasch einen Arzt aufzusuchen. In vielen Fällen ist eine Behandlung im Krankenhaus nötig.

Um Kinder vor dem schweren Verlauf einer Rotavirus-Infektion zu schützen, gibt es eine unkomplizierte Schluckimpfung, die möglichst früh im Rahmen der üblichen Routineimpfungen vorgenommen wird.

Zwischen der 6. und 24. bzw. 32. Lebenswoche werden, je nach Impfstoff, zwei oder drei Impfdosen im Abstand von mindestens vier Wochen gegeben. Die Impfserie gegen Rotaviren kann schon im Alter von zehn Wochen abgeschlossen sein, wenn der Zwei-Dosen Impfstoff verwendet wird.


DE/VAC/0472/15i, Feb16


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