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Impfen allgemein

Nein, das Immunsystem auch eines Säuglings kann sich mit vielen Erregern gleichzeitig auseinandersetzen ohne überlastet zu sein.
Die STIKO empfiehlt vorzugsweise die Verwendung von Kombinationsimpfstoffen, um die Zahl der notwendigen Injektionen möglichst gering zu halten. Dadurch können die besonders gefährdeten Säuglinge auch früher geschützt werden.

Ja.

Ein Kind mit Allergien sollte gemäß Impfkalender geimpft werden, solange keine Allergie gegen Inhaltsstoffe des Impfstoffes vorliegt. Kinder mit chronischen Krankheiten sollten neben den im Impfkalender empfohlenen Impfungen sogar zusätzliche Impfungen z.B. gegen Influenza und Pneumokokken erhalten.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht. In der ehemaligen DDR waren bei wesentlich höheren Durchimpfungsraten Allergien deutlich seltener als im Westen. Erst seit der Wiedervereinigung ist die Impfrate in den neuen Bundesländern rückläufig, und seitdem nehmen auch dort die Allergien zu.

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Hepatitis B

Drei Impfungen (zwei im Abstand von einem Monat, die dritte 6 Monate nach der ersten) mit einem Hepatitis-B-Impfstoff. Eine Auffrischimpfung ist 10 Jahre nach erfolgreicher Impfung nur bei Personen mit besonders hohem individuellem Expositionsrisiko notwendig, bei Personen mit Immundefizienz häufiger.

Lassen Sie sich an den zweiten Termin per eMail erinnern. Hier geht`s zum Erinnerungsservice

  1. Reisende (wobei eine individuelle Gefährdungsbeurteilung erforderlich ist) Informationen dazu finden Sie auf fit-for-travel.de
  1. Personen, bei denen wegen einer vorbestehenden oder zu erwartenden Immundefizienz bzw. -suppression oder wegen einer vorbestehenden Erkrankung ein schwerer Verlauf einer Hepatitis-B-Erkrankung zu erwarten ist.
  1. Personen mit einem erhöhten nichtberuflichen Expositionsrisiko, z. B. Kontakt zu HBsAg-Trägern in Familie/Wohngemeinschaft, Sexualverhalten mit hohem Infektionsrisiko, i. v. Drogenkonsumenten, Gefängnisinsassen, ggf. Patienten psychiatrischer Einrichtungen
  1. Personen mit einem erhöhten beruflichen Expositionsrisiko, z. B. expositionsgefährdetes Personal in medizinischen Einrichtungen (einschließlich Auszubildender, Labor- und Reinigungspersonal), Ersthelfer, Polizisten, Personal von Einrichtungen, in denen eine erhöhte Prävalenz von HepatitisB-Infizierten zu erwarten ist (z. B. Gefängnisse, Asylbewerberheime, Behinderteneinrichtungen)

Weltweites Vorkommen. Ein hoher Anteil an Virusträgern (bis zu 30mal höher als in Mitteleuropa) findet sich vor allem in Afrika, Mittel- und Südamerika, Südostasien und Ozeanien. Eine Karte finden Sie hier.

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Kinderlähmung

Nach wie vor gelten die temporären WHO-Polioempfehlungen bei Reisen in die Polio-infizierten Länder, d.h. bei Reisen nach Pakistan und Afghanistan, müssen Einheimische und Reisende, die sich >4 Wochen in einem dieser Länder aufhalten, bei ihrer Ausreise aus einem dieser Länder eine max. 12 Monate zurückliegende Polioimpfung aufweisen.

Die Ansteckung erfolgt fäkal oral, d.h. über kontaminierte Nahrung oder Trinkwasser.

Die Kinderlähmung steht kurz vor der Ausrottung. Nur in Afghanistan und Pakistan gibt es noch endemische Fälle. Sogar Nigeria ist seit dem Herbst 2015 nach WHO Angaben frei von Kinderlähmung. Wichtig ist nun das konsequente Weiterimpfungen in diesen Ländern.

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Masern

Nach einer kompletten Masernimpfserie ist von einem lebenslangen Schutz auszugehen, d. h. es müssen keinerlei Nachimpfungen durchgeführt werden.

Diese Annahme wurde in vielen Studien untersucht (Taylor LE, et al. Vaccines are not associated with autism: An evidence-based meta-analysis of case-control and cohort studies. Vaccine 2014). In sämtlichen Studien konnte ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Autismus und einer Masernimpfung nicht bestätigt werden.

Diese Hypothese ist  unlängst in einer wissenschaftlichen Arbeit untersucht und komplett wiederlegt worden (Mina et al., Vol.348, Issue 6235 Science 2015). In diese Arbeit wurde nachgewiesen, dass eine natürlich durchgemachte Masernerkrankung eine erhebliche Schwächung des Immunsystems nach sich zieht. Dieses hat eine für 2 bis 3 Jahre erhöhte Infektanfälligkeit nach einer überstanden Wildmaserninfektion zur Folge. Nur die Masernimpfung vermag diesen negativen Effekt auf das Immunsystem zu verhindern.

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Windpocken

Um die hohen Erkrankungszahlen und die damit verbundenen Komplikationen zu reduzieren, wird die Impfung allen Kindern empfohlen. Das Impfschema besteht aus zwei Impfungen im Abstand von mindestens 6 Wochen.

Rotaviren

Nein, eine Auffrischimpfung ist nicht notwendig.

Im ersten Lebensjahr sind Kinder durch eine Rotaviruserkrankung besonders gefährdet. Impfserien sollten je nach verwendetem Impfstoff bis zum Alter von 24 bzw. 32 Wochen abgeschlossen sein. Somit wird ein möglichst frühzeitiger Schutz erreicht. Je früher man die Grundimmunisierung (Impfserie) abschließt desto früher steht ihre Schutzwirkung zur Verfügung.

Die erste Impfung der Impfserie bestehend aus zwei oder drei Impfungen gegen Rotaviren kann bereits ab einem Alter von 6 Wochen gegeben werden. Bei einem frühestmöglichen Abschluss der Impfserie mit einem 2 Dosen-Schema kann Ihr Kind bereits 4 Wochen später, also ab dem Alter von 10 Wochen, durch eine vollständige Grundimmunisierung geschützt sein.

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