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Impfen allgemein

Nein, das Immunsystem auch eines Säuglings kann sich mit vielen Erregern gleichzeitig auseinandersetzen ohne überlastet zu sein.
Die STIKO empfiehlt vorzugsweise die Verwendung von Kombinationsimpfstoffen, um die Zahl der notwendigen Injektionen möglichst gering zu halten. Dadurch können die besonders gefährdeten Säuglinge auch früher geschützt werden.

DE/VAC/0733/17, Dez17

Ja.

Ein Kind mit Allergien sollte gemäß Impfkalender geimpft werden, solange keine Allergie gegen Inhaltsstoffe des Impfstoffes vorliegt. Kinder mit chronischen Krankheiten sollten neben den im Impfkalender empfohlenen Impfungen sogar zusätzliche Impfungen z.B. gegen Influenza und Pneumokokken erhalten.

DE/VAC/0733/17, Dez17

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht. In der ehemaligen DDR waren bei wesentlich höheren Durchimpfungsraten Allergien deutlich seltener als im Westen. Erst seit der Wiedervereinigung ist die Impfrate in den neuen Bundesländern rückläufig, und seitdem nehmen auch dort die Allergien zu.

DE/VAC/0733/17, Dez17

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Diphtherie

Bei dieser Infektionserkrankung sind meistens die oberen Atemwege betroffen. Fest haftende Beläge an den Schleimhäuten sowie ein süßlicher Mundgeruch sind typisch. Bei Kehlkopfdiphtherie kommt es zu Heiserkeit, Husten und Atemnot (sogenannter echter Krupp-Husten). Schwellungen können bis zum Ersticken führen.

DE/VAC/0721/17, Dez17

Hepatitis B

Weltweites Vorkommen. Ein hoher Anteil an Virusträgern (bis zu 30mal höher als in Mitteleuropa) findet sich vor allem in Afrika, Mittel- und Südamerika, Südostasien und Ozeanien. Eine Karte finden Sie hier.

DE/VAC/0725/17, Dez17

Lebenslang. Allerdings bleiben 10 % der infizierten Erwachsenen chronische Virusträger. Sie bilden eine Ansteckungsquelle für andere (in Deutschland gibt es derzeit ca. 500.000 chronische Virusträger).

DE/VAC/0725/17, Dez17

Der Krankheitsverlauf ist variabel und altersabhängig. Es gibt den Verlauf ohne Symptome, den akuten Verlauf und den chronischen Verlauf. Beschwerden sind Müdigkeit, Oberbauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Lebervergrößerung, Gelbsucht. Die chronische Erkrankung kann zu Leberzirrhose (Schrumpfleber) sowie Leberkrebs führen und tödlich enden. Das Hepatitis-B-Virus ist 100mal infektiöser als das AidsVirus.

DE/VAC/0725/17, Dez17

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Kinderlähmung

Nach wie vor gelten die temporären WHO-Polioempfehlungen bei Reisen in die Polio-infizierten Länder, d.h. bei Reisen nach Pakistan und Afghanistan, müssen Einheimische und Reisende, die sich >4 Wochen in einem dieser Länder aufhalten, bei ihrer Ausreise aus einem dieser Länder eine max. 12 Monate zurückliegende Polioimpfung aufweisen.

DE/VAC/0727/17, Dez17

Die Ansteckung erfolgt fäkal oral, d.h. über kontaminierte Nahrung oder Trinkwasser.

DE/VAC/0727/17, Dez17

Die Kinderlähmung steht kurz vor der Ausrottung. Nur in Afghanistan und Pakistan gibt es noch endemische Fälle. Sogar Nigeria ist seit dem Herbst 2015 nach WHO Angaben frei von Kinderlähmung. Wichtig ist nun das konsequente Weiterimpfungen in diesen Ländern.

DE/VAC/0472/15f, Feb16

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Masern

Nach einer kompletten Masernimpfserie ist in der Regel von einem lebenslangen Schutz auszugehen, d. h. es müssen keinerlei Nachimpfungen durchgeführt werden.

DE/VAC/0729/17, Jan18

Diese Annahme wurde in vielen Studien untersucht (u. a. Taylor LE, et al. Vaccines are not associated with autism: An evidence-based meta-analysis of case-control and cohort studies. Vaccine 2014). In sämtlichen Studien konnte ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Autismus und einer Masernimpfung nicht bestätigt werden.

DE/VAC/0729/17, Jan18

Diese Hypothese ist unlängst in einer wissenschaftlichen Arbeit untersucht und komplett wiederlegt worden (Mina et al., Vol.348, Issue 6235 Science 2015). In dieser Arbeit wurde nachgewiesen, dass eine natürlich durchgemachte Masernerkrankung eine erhebliche Schwächung des Immunsystems nach sich zieht. Dieses hat eine für 2 bis 3 Jahre erhöhte Infektanfälligkeit nach einer überstanden Wildmaserninfektion zur Folge. Nur die Masernimpfung vermag diesen negativen Effekt auf das Immunsystem zu verhindern.

DE/VAC/0729/17, Jan18

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Windpocken

Um die hohen Erkrankungszahlen und die damit verbundenen Komplikationen zu reduzieren, wird die Impfung allen Kindern empfohlen. Das Impfschema besteht aus zwei Impfungen im Abstand von mindestens 4-6 Wochen. Diese sollten gemäß Ständiger Impfkommission (STIKO) im Alter von 11-14 Monaten und 15-23 Monaten erfolgen. Bis dahin nicht erfolgte Impfungen sollten bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden. Des Weiteren besteht u. a. bei seronegativen Frauen mit Kinderwunsch eine Impfempfehlung mit zwei Impfdosen.

DE/VAC/0732/17, Jan18

Meningokokken

Säuglinge, Kleinkinder, Teenager und Reisende können besonders von einer Meningokokken-Infektion betroffen sein.

Mehr Informationen:
https://www.impfen.de/meningitis/risikogruppen 
https://www.meningitis-bewegt.de/meningokokken-meningitis/

DE/VAC/0717/17, Dez17

Meningokokken (Neisseria meningitidis) sind Bakterien, die lebensbedrohliche Erkrankungen wie Hirnhautentzündung (Meningitis) und Blutvergiftung (Sepsis) auslösen können. Betroffen sind vor allem Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche.

Mehr Informationen:
https://www.impfen.de/meningitis/meningokokken
https://www.meningitis-bewegt.de/meningokokken-meningitis/

DE/VAC/0717/17, Dez17

Meningokokken können neben den am meisten gefürchteten Krankheitsbildern Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung auch milde verlaufen. Symptome sind dann leichtes Fieber und Gelenkschmerzen.

Mehr Informationen:
https://www.impfen.de/meningitis/krankheitsverlauf
https://www.meningitis-bewegt.de/meningokokken-meningitis/

DE/VAC/0717/17, Dez17

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Rotaviren

Nein, eine Auffrischimpfung ist nicht notwendig.

DE/VAC/0730/17, Dez17

Im ersten Lebensjahr sind Kinder durch eine Rotaviruserkrankung besonders gefährdet. Die Impfserie sollte frühzeitig, spätestens bis zum Alter von 12 Wochen, beginnen und je nach verwendetem Impfstoff bis zum Alter von 24 bzw. 32 Wochen abgeschlossen sein. Somit wird ein möglichst frühzeitiger Schutz erreicht. Je früher man die Grundimmunisierung (Impfserie) abschließt, desto früher kann die Schutzwirkung gegen eine Rotaviruserkrankung aufgebaut werden.

DE/VAC/0730/17, Dez17

Eine Invagination ist die Einstülpung eines Darmabschnitts bei der es zu einer massiven Störung der Darmfunktion und bei nicht behandeln zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss kommen kann. Das Risiko der natürlich vorkommenden Invagination ist nach der Rotavirus-Schluckimpfung leicht erhöht (1-2 zusätzliche Fälle pro 100000 geimpfte Kinder). Die Symptome einer Darminvagination sind z. B. starke Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen und blutige Stühle. Diese Symptome treten häufig in der ersten Woche nach der Impfung auf. Bei ersten Anzeichen einer Darminvagination sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

DE/VAC/0730/17, Dez17

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