Menu

Masern

Nach einer kompletten Masernimpfserie ist in der Regel von einem lebenslangen Schutz auszugehen, d. h. es müssen keinerlei Nachimpfungen durchgeführt werden.

DE/VAC/0729/17, Jan18

Diese Annahme wurde in vielen Studien untersucht (u. a. Taylor LE, et al. Vaccines are not associated with autism: An evidence-based meta-analysis of case-control and cohort studies. Vaccine 2014). In sämtlichen Studien konnte ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Autismus und einer Masernimpfung nicht bestätigt werden.

DE/VAC/0729/17, Jan18

Diese Hypothese ist unlängst in einer wissenschaftlichen Arbeit untersucht und komplett wiederlegt worden (Mina et al., Vol.348, Issue 6235 Science 2015). In dieser Arbeit wurde nachgewiesen, dass eine natürlich durchgemachte Masernerkrankung eine erhebliche Schwächung des Immunsystems nach sich zieht. Dieses hat eine für 2 bis 3 Jahre erhöhte Infektanfälligkeit nach einer überstanden Wildmaserninfektion zur Folge. Nur die Masernimpfung vermag diesen negativen Effekt auf das Immunsystem zu verhindern.

DE/VAC/0729/17, Jan18

Für immer wieder kehrende Masernausbrüche in Deutschland, wie zuletzt 2015 in Berlin, ist vor allem die mangelhafte Durchimpfungsrate verantwortlich. Wir haben hier in Deutschland grundsätzlich zwei Gruppen mit mangelhaften Durchimpfungsraten. Zum einen die Jugendlichen und Erwachsenen, welche nur eine oder eben auch keine Masernimpfung erhalten haben und zum anderen die zu späte zweite Masernimpfung bei den Kleinkindern. Die zweite Masernimpfung sollte im zweiten Lebensjahr erfolgen. Denn nur zwei Impfungen schützen kleine Kinder sicher vor einer Maserninfektion.

DE/VAC/0729/17, Jan18

Masern werden direkt von Mensch zu Mensch übertragen und sind extrem ansteckend.
Nur die Impfung bietet einen zuverlässigen Schutz vor einer Maserninfektion. Da der Mensch der einzige Wirt des Masernvirus ist, ist eine Ausrottung der Masern durch Umsetzen konsequenter Impfprogramme möglich.

DE/VAC/0729/17, Jan18

Der allgemein empfohlene Impfplan sieht 2 Impfungen gegen Masern im 2ten Lebensjahr vor, eine im Alter von 11-14 Monaten und eine im Alter von 15-23 Monaten im Abstand von mindesten 4-6 Wochen. Diese Impfungen werden üblicherweise gleichzeitig bzw. in Kombination mit Mumps, Röteln und Varizellen verabreicht.

Hier erfahren Sie alles über Impfabstände, Wirksamkeit und Nebenwirkungen

DE/VAC/0729/17, Jan18

SSPE ist die Abkürzung für subakute sklerosierende Panenzephalitis. Dieser immer tödliche verlaufende langsame Verfall des Gehirns ist eine Spätfolge einer Masernwildinfektion im Säuglingsalter. Je jünger das erkrankte Kind ist, umso höher ist das Risiko.
Aufgrund des unreifen Immunsystems können Neugeborene jedoch noch nicht geimpft werden, sie sind auf eine stabile Herdenimmunität in ihrer Umgebung angewiesen.
Lesen Sie mehr dazu

DE/VAC/0729/17, Jan18

Im Impfpass einer nach 1970 geborenen Person sollten 2 Impfungen gegen Masern dokumentiert sein. Personen, die vor 1970 geboren wurden, waren mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits an Masern erkrankt und sind dadurch immun.

DE/VAC/0729/17, Jan18

zurück