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Gegen Meningokokken schützen – Impfung & Impfempfehlung

In Deutschland ist die Häufigkeit von Meningokokken-Erkrankungen bei Säuglingen im Vergleich zu anderen Altersgruppen am höchsten. Da ihr Immunsystem noch nicht so trainiert ist wie das von Erwachsenen, sind sie besonders gefährdet an einer Infektion zu erkranken. Ein weiterer Krankheitsgipfel von Meningokokken-Erkrankungen tritt bei Teenagern auf. Das liegt vor allem an den dann zunehmend engen Sozialkontakten in Schule und Freizeit.

Zwei Kindergartenkinder mit bunt bemaltem Gesicht

Impfung gegen Meningokokken C

Kleinkinder sollten möglichst früh im 2. Lebensjahr gegen Meningokokken C geimpft werden. Kinder, die nicht zeitgerecht geimpft wurden, sollten bis zum 18. Geburtstag eine Nachholimpfung erhalten.

2006 wurde die Impfung gegen Meningokokken C in Deutschland aufgrund der schweren Krankheitsverläufe und der positiven Erfahrungen mit entsprechenden Impfprogrammen in anderen Ländern von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) als Standardimpfung in den Impfkalender für alle Kleinkinder ab dem Alter von 12 Monaten aufgenommen.

Impfung gegen Meningokokken B

Seit August 2015 empfiehlt die STIKO eine Meningokokken B-Impfung für besonders gefährdete Gruppen:

  • für gesundheitlich gefährdete Personen mit einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche wie z.B. fehlender Milz oder eingeschränkter Milzfunktion
  • bei Ausbrüchen und regionalen Häufungen auf Empfehlung der Gesundheitsbehörden
  • für Schüler/Studenten vor Langzeitaufenthalten in Ländern mit allgemeiner Impfung für Jugendliche oder selektiver Impfung von Schülern und Studenten.

Weiter ist eine Meningokokken-B-Impfung für Personen mit beruflich erhöhtem Risiko empfohlen.

Impfung gegen Meningokokken ACWY

Für spezielle Risikogruppen sowie für Reisende in Gegenden, wo Erkrankungen an diesen Meningokokken-Typen besonders häufig auftreten (z.B. in Gebiete in Afrika) wird eine Impfung gegen Meningokokken ACWY empfohlen.

Kostenerstattung für Meningokokken-Impfungen

Die Kosten für die standardmäßige Meningokokken-C-Impfung bei Kindern werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Darüber hinaus übernehmen viele gesetzliche Krankenkassen die Kosten für eine Meningokokken-B-Impfung freiwillig oder beteiligen sich an den Kosten. Eine aktuelle Liste dieser Krankenkassen mit freiwilliger Erstattung finden Sie auf dem Eltern-Portal des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Reiseimpfungen – wie zum Beispiel gegen Meningokokken ACWY – sind generell freiwillige Leistungen der Krankenkassen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, ob sie Meningokokken-Impfungen für Reisen erstatten. Ausführliche Informationen über Impfschutz auf Reisen finden Sie bei www.fit-for-travel.de.


DE/VAC/0497/18a, Nov18