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11. Februar 2016

Grippe-Risiko im Karneval besonders groß

Karnevalisten sollten vor Beginn der Höhepunkte der Karnevalssaison gegen Grippe geimpft sein. Das empfehlen die Experten des Bundesverbandes der Pneumologen (BdP). Die Lungenärzte weisen darauf hin, dass insbesondere größere Menschenansammlungen die Ansteckungsgefahr erheblich steigern.


In der Karnevalszeit ist das Risiko besonders hoch, sich mit Grippeviren anzustecken. Darauf weisen die Lungenärzte des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) in Heidenheim hin. „Größere Menschenansammlungen steigern die Ansteckungsgefahr erheblich“, erläutert Dr. Michael Barczok, Vorstandsmitglied des BdP und praktizierender Lungenfacharzt im Lungenzentrum Ulm. „Besonders in überfüllten, schlecht gelüfteten Kneipen und Bars können sich die Viren in der Atemluft anreichern und dann entsprechend leicht auf weitere Menschen, die dort feiern, mittels Tröpfcheninfektion übertragen werden. Aber auch Schmierinfektionen sind verbreitet, da die Erreger quasi überall lauern – zum Beispiel auf Türgriffen, Gläsern und Flaschen. Den besten Schutz vor einer Erkrankung an der Influenza bietet die jährliche Grippeschutzimpfung. Ein wirksamer Grippeschutz tritt schon etwa 10 bis 14 Tagen nach der Impfung ein. Um zum Höhepunkt der Karnevalszeit geschützt zu sein, lohnt es sich daher auch jetzt noch, einen Impftermin auszumachen.

Mit einer zu luftigen Kostümierung plus übermäßigem Alkoholkonsum kann der menschliche Körper bei den im Winter herrschenden, tiefen Außentemperaturen sehr schnell auskühlen. „Dann ziehen sich unter anderem die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum zusammen und werden weniger durchblutet, so dass Krankheitserreger, die in die oberen Atemwege eindringen, schlechter abgewehrt werden können“, warnt Barczok. „Wenn dann noch - wie im Karneval häufig – zu wenig Schlaf, zu viele alkoholische Getränke und womöglich Zigaretten die Abwehrkraft des körpereigenen Immunsystems zusätzlich schwächen, kann man sich nicht nur schnell eine gewöhnliche Erkältung einfangen, sondern eben auch eine ernsthafte Influenza.“

Quelle: Berufsverband der Pneumologen (BdP)


DE/FLU/0005/16, Feb16