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Grippe: Impfung macht auch während der Saison noch Sinn!

Erst im April, also ungefähr mit dem Frühlingsanfang, klingt sie ab: die Grippe-Saison.

 

Erst im April, also ungefähr mit dem Frühlingsanfang, klingt sie ab: die Grippe-Saison. Bis dahin ist sie in der Regel auf ihrem Höhepunkt: von Januar bis März gibt es die meisten Fälle der echten Grippe, auch Influenza genannt. Das heißt, sich impfen zu lassen macht auch jetzt noch Sinn. Außerdem hat die Ständige Impfkommission STIKO ihre Empfehlungen konkretisiert. Ein Beitrag von Sven Hillesheim.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt zwar eine frühzeitige Impfung, hält aber auch noch im Verlauf einer Grippewelle eine Impfung für sinnvoll. Dazu der Impf-Experte Dr. Albrecht von Schrader-Beielstein:

Dr. von Schrader-Beielstein:
Eine Grippeschutzimpfung ist die beste Maßnahme, um sich und andere vor der Grippe zu schützen, auch jetzt noch während der Saison. Wichtig ist hier zu wissen, dass es etwa 10-14 Tage dauert, bis sich der Impfschutz vollständig im Körper aufgebaut hat.

Den breitesten Schutz bieten dabei Vierfach-Impfstoffe, weshalb die Ständige Impfkommission ihre Empfehlungen überarbeitet hat:

Dr. von Schrader-Beielstein:
Seit einigen Jahren sind vier unterschiedliche Grippe-Virusstämme im Umlauf: zwei A- und zwei B-Stämme. Vierfach-Impfstoffe richten sich gegen alle vier Stämme, Dreifachimpfstoffe gegen beide A- und nur einen B-Virusstamm. Die STIKO hat deshalb beschlossen, sich für Vierfachfach-Impfstoffe auszusprechen, die gegen alle vier Virusstämme schützen können.

Bislang werden von vielen gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nur die Kosten für die Dreifachimpfung übernommen, obwohl seit einer Neuregelung auch gesetzlich Versicherte die Vierfach-Impfstoffe erhalten können.

Dr. von Schrader-Beielstein:
Nach einer Gesetzesänderung im letzten Jahr hat der Arzt nun wieder die Therapiehoheit und kann für den jeweiligen Patienten den am besten geeigneten Grippe-Impfstoff verordnen. Gerade Menschen über 60 Jahre, Schwangere sowie alle Personen mit Grunderkrankungen wie Asthma, COPD oder Diabetes, sollten deshalb ihren Arzt auch jetzt noch gezielt auf die breitere Vierfach-Impfung ansprechen.


DE/QIV1/0023/17, Dez17