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Windpocken – nur zwei Dosen schützen

Sie übertragen sich wie der Name schon sagt, so schnell wie der Wind: Windpocken.

 

Sie übertragen sich wie der Name schon sagt, so schnell wie der Wind: Windpocken. Und das besonders häufig in KiTas und Schulklassen, wo die Kinder sehr nah beisammen sind. Die Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt deshalb, alle Kinder ab dem ersten Geburtstag zweimal gegen die Windpocken zu impfen. Allerdings passiert das wohl nicht immer. Ein Beitrag von Andreas Suckel:

Monika Klix leitet seit 19 Jahren eine Kindertagesstätte und weiß genau, wie sich die Windpocken-Infektionen in ihrer KiTa entwickelt haben:

Monika Klix:
Früher hatten wir sehr viele Fälle von Windpocken, weil ein Kind ganz schnell die ganze Gruppe anstecken kann. Dann kommen noch die Geschwisterkinder dazu, so dass es zu regelrechten Ausbrüchen kam. Für den vollständigen Impfschutz bei Windpocken sind immer zwei Impfdosen nötig. Seit der Impfempfehlung durch die STIKO gibt es deutlich weniger Fälle, weil es in unserer Kita eine hohe Durchimpfungsrate der Kinder gibt, worüber wir sehr froh sind.

Das ist allerdings nicht in allen KiTas der Fall, weshalb die Windpocken-Zahlen wieder ansteigen. Deshalb sind Eltern verpflichtet, eine Impfberatung nachzuweisen, wenn ihr Kind in eine KiTa kommt:

Monika Klix:
Ja, da Impfungen zum Schutz aller Kinder beitragen und durch viele geimpfte Kinder Krankheitsausbrüche eben auch verhindert werden können, finde ich das sehr wichtig. Für Eltern, die vielleicht aus Unwissenheit nicht alle Impfungen durchgeführt haben, halte ich eine verpflichtende Impfberatung für sinnvoll. Der Nachweis darüber sagt uns aber noch nicht, ob das Kind auch tatsächlich alle Impfungen erhalten hat - da hoffen und vertrauen wir auf die Vernunft der Eltern.


DE/PRIT/0031/17, Dez17