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FSME: Symptome, Krankheitsverlauf und Impfung

Die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) eine durch Zecken übertragene Virusinfektion, ist in Europa und Asien auf dem Vormarsch. Die FSME-Risikogebiete weiten sich kontinuierlich aus.

FSME-Impfung in Risikogebieten empfohlen

Gegen FSME gibt es Impfstoffe, die gut verträglich und wirksam sind. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung allen, die in einem Risikogebiet leben oder dorthin reisen und Zecken ausgesetzt sind. Die Grundimmunisierung ist erst nach 3 Impfungen abgeschlossen, die Impfung muss in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden.


FSME-Verbreitung in Deutschland vor allem im Süden

Das FSME-Virus ist in Deutschland vor allem in weiten Teilen Bayerns, Baden-Württembergs und vereinzelt in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen verbreitet. Diese Gebiete werden auch als Risikogebiete bezeichnet. Sie werden offiziell vom Robert Koch- Institut (RKI) je nach Häufigkeit der Erkrankungsfälle über einen bestimmten Zeitraum als Risikogebiete ausgewiesen. In anderen Gegenden Deutschlands treten auch immer wieder vereinzelt Erkrankungen auf. Mehr zu den FSME-Risikogebieten in Deutschland (karte-fsme.pdf)


Übertragung der FSME durch Zeckenstich

FSME-Viren werden mit dem Speichel einer stechenden Zecke, die selbst infiziert ist, übertragen. Für ihre Mahlzeit sucht sich die Zecke eine warme und gut durchblutete Hautstelle - zum Beispiel die Kniekehle, den Haaransatz oder die Leistengegend. Die FSME-Viren werden gleich zu Beginn des Saugvorgangs in die Wunde abgegeben. Der Stich wird nicht bemerkt, weil der Zeckenspeichel betäubend wirkt. Die Zecke kann so bis zu 10 Tagen unbemerkt Blut saugen.

In selten Fällen kann das Virus auf durch verseuchte Rohmilch oder Rohmilchprodukte, wie z. B. Frischkäse, von Ziegen oder Schafen aufgenommen werden.

Anders als der Name "Frühsommer-Meningoenzephalitis" es vermuten lässt, kann man sich nicht nur im Frühsommer mit dem Virus infizieren. Zecken sind ab einer Temperatur von etwa 5 Grad Celsius aktiv.


Krankheitsbild: Bei vielen FSME-Erkrankungen sind Gehirn, Hirnhaut und Rückenmark beteiligt

Nach einer Inkubationszeit (Zeit von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome) von 7 bis 14 Tagen kann es beim Infizierten zur ersten Phase der Krankheit kommen mit grippeähnlichen, unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen und Fieber. Diese ähneln einer Sommergrippe und dauern etwa eine Woche an.

Bei ungefähr jedem dritten Patienten kommt es nach einer beschwerdefreien Phase nach etwa einer Woche erneut zu einem Krankheitsschub mit Fieber und starken Kopfschmerzen. Der Erreger kann Infektionen der Hirnhaut (Meningitis), des Gehirns (Enzephalitis) und des Rückenmarks verursachen. Dabei können dauerhafte Schäden wie Lähmungen, Koordinationsstörungen und ernsthafte psychische Veränderungen auch dauerhaft zurückbleiben Etwa 1 % der Erkrankten verstirbt. Je älter der Patient, desto schwerer verläuft in der Regel die Krankheit.


Zecken: Überträger von FSME, Borreliose & Co.

Zecken halten sich vor allem in Sträuchern auf, in dicht stehenden Gräsern und im Unterholz bis 1,5 m über dem Erdboden. Vom Frühling bis in den späten Herbst sind Zecken aktiv. Beim Stich können auch andere Krankheiten übertragen werden, wie etwa die Borreliose, für die es keine Impfung gibt aber eine Therapie.


DE/VAC/0644/17, Dez17