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Die Herstellung von Impfstoffen: Komplex & zeitintensiv

Was ist eigentlich das Besondere an Impfstoffen? Was macht ihre Herstellung so komplex und zeitintensiv? Lesen Sie hier, wieso die Produktion eines Kombinationsimpfstoffes mehr als 2 Jahre in Anspruch nimmt.

Was ist eigentlich das Besondere an Impfstoffen? Nun, Impfstoffe werden in der Regel gesunden Menschen verabreicht, um vor einer Erkrankung zu schützen. Damit sind die Anforderungen, die aus Sicherheits- und Qualitätsgründen an einen Impfstoff gestellt werden, gänzlich andere als an ein Medikament, das kranke Menschen zur Genesung erhalten.

Die Ausgangsmaterialien für Impfstoffe sind in der Regel nicht chemische Substanzen, die schnell reproduziert und vermehrt werden können, sondern biologische Produkte, die im Produktionsprozess entsprechenden Schwankungen unterliegen können. Dies gilt es jederzeit zu berücksichtigen und auf dem langen Weg der Produktion vor allem Qualitätstestungen durchzuführen, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.

Vereinfacht gesprochen gibt es Impfstoffe, die ein Antigen, also ein biologisches wirksames Ursprungsmaterial enthalten, aber auch Impfstoffe, die eine Vielzahl verschiedener Antigene (sog. Kombinations-Impfstoffe), beinhalten. Eine große Herausforderung ist es den Produktionsprozess für diese verschiedenen Bestandteile über einen langen Zeitraum hinweg so stabil zu halten, so zu normieren, dass er sowohl den Qualitäts- als auch den Sicherheitsansprüchen stets in vollstem Umfang genügt.

So dauert die Herstellung eines Kombinationsimpfstoffs zur Grundimmunisierung bis zu 26 Monate. Die Herstellung wurde also bereits gut 2 Jahre vor der eigentlichen Impfung des Kindes begonnen – ein enorm langes Zeitfenster um die Qualität und damit die Sicherheit der Impfung zu gewährleisten.

Die modernsten dieser Kombinationsimpfstoffe enthalten sechs Einzelkomponenten auf einmal, das heißt mit nur einem notwendigen Pieks kann vor so schweren Krankheiten wie Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung (Polio), dem Bakterium Hib, welches eine schwere Kehldeckel- oder Hirnhautentzündung hervorrufen kann und gegen Hepatitis B gleichzeitig geimpft werden. Kombinationsimpfstoffe "trainieren" das Immunsystem zu einem für das Kind günstigen Zeitpunkt, damit folgenschwere Krankheiten in späteren Lebensmonaten- und Jahren verhindert wird.

Als Impfstoff-Hersteller sind wir uns unserer Verantwortung bewusst. Wir sind dafür verantwortlich Impfstoffe weiterzuentwickeln und in ausreichendem Maße zur Verfügung zu stellen. Das bedeutet: Wir investieren in die Weiterentwicklung, in die Entwicklung neuer Impfstoffe und in neue Produktionsstätten, um den ständig steigenden Bedarf an Impfstoffen zu decken und damit zum bestmöglichen Impfschutz der Bevölkerung beizutragen.


DE/VAC/0472/15x, Okt16


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