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Grippe-Impfung kann ernste Komplikationen bei chronisch Kranken verhindern

Chronisch kranke Menschen sind bei einer Influenza-Erkrankung besonders gefährdet. Ihr geschwächtes Immunsystem erhöht das Risiko für grippebedingte Komplikationen. Für Personen mit chronischen Erkrankungen ist die jährliche Grippeimpfung daher eine wichtige Vorsorgemaßnahme.

Gesunde Seniorin lächelt

Bei Personen mit chronischen Erkrankungen und bei älteren Menschen kommt es bei einer Influenzainfektion häufiger zu Komplikationen wie beispielsweise bakteriellen Lungenentzündungen, die tödlich enden können. „Daher sollten sich Menschen über 60 Jahre sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischen Krankheiten jedes Jahr gegen Grippe impfen lassen.", rät Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Zu den chronischen Krankheiten können Erkrankungen der Atmungsorgane, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, multiple Sklerose sowie angeborene oder erworbene Immundefekte zählen.

Um Grippewellen einzudämmen, ist die Impfung von Personen, die sehr viel Kontakt mit anderen Menschen haben, besonders wichtig. Damit könnte die Übertragung des Grippevirus von Mensch zu Mensch zumindest erschwert werden. „So ist auch die Impfung von gesunden Menschen, die beruflich Umgang mit vielen Menschen haben, wie etwa Kunden oder Arbeitskollegen, ein wichtiger Beitrag zum Schutz von gefährdeten Personen wie chronisch Kranken“, erläutert Prof. Löscher. Doch gerade im Gesundheitswesen, wo die Ansteckungsrisiken besonders groß sind, gibt es Defizite. Hier lässt sich einer Umfrage zufolge nach wie vor weniger als ein Viertel der Beschäftigte gegen Grippe impfen. „Für Mitarbeiter in Krankenhäusern, Altenheimen oder Arztpraxen besteht nicht nur ein erhöhtes Risiko, selbst an der Virusgrippe zu erkranken, sondern auch Patienten dieser Einrichtungen durch eine Ansteckung zu gefährden“, warnt der Mediziner.  

Für eine wirksame Verringerung der Influenzaausbreitung und damit auch der Anzahl von Infektionen bei älteren und chronisch kranken Menschen mit einem geschwächten Immunsystem müssen mindestens 50% der Beschäftigten geimpft sein, am besten jedoch alle", so Prof. Löscher.

Quelle: Berufsverband Deutsche Internisten (BDI)


DE/FLU/0001/16(1), Mrz18