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Was sind eigentlich Kontraindikationen?

Hierzu nimmt die Ständige Impfkommisssion am Robert Koch-Institut (STIKO) in ihrer aktuellen Empfehlung von August 2015 wie folgt Stellung.

Die aktuellen Empfehlungen der STIKO sind medizinischer Standard in Deutschland:

Kontraindikationen

Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit akuten schweren Erkrankungen sollten erst nach Genesung geimpft werden (Ausnahme: Impfung nach möglicher Ansteckung).

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen im zeitlichen Zu­sammenhang mit einer Impfung müssen in Abhängigkeit von der Diagnose keine absolute Kontraindikation gegen eine nochmalige Impfung mit dem gleichen Impfstoff sein.

Impfhindernisse können Allergien gegen Bestandteile des Impfstoffs sein. In Betracht kommen vor allem Neomycin und Streptomycin sowie in seltenen Fällen Hühnereiweiß.
Personen, die nach oraler Aufnahme von Hühnereiweiß mit anaphylaktischen Symptomen reagieren, sollten nicht mit Impfstoffen, die Hühnereiweiß enthalten (Gelbfieber-, Influenza-Impfstoff), geimpft werden.

Im Fall eines angeborenen oder erworbenen Immunde­fekts sollte vor der Impfung mit einem Lebendimpfstoff der den Immundefekt behandelnde Arzt konsultiert wer­den.
Die serologische Kontrolle des Impferfolgs ist bei Pati­enten mit Immundefizienz angezeigt. 

Nicht dringend angezeigte Impfungen sollten während der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden. Für die Lebendimpfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln und Va­rizellen stellt eine Schwangerschaft eine Kontraindikation dar.
Eine Impfung gegen Gelbfieber darf in der Schwanger­schaft nur bei eindeutiger Indikation und nur nach sorg­fältiger Risiko-Nutzen-Abwägung verabreicht werden. Die Impfung gegen Gelbfieber soll bei stillenden Frauen nicht erfolgen.

 


DE/VAC/0412/16, Aug16


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