Menu

Die Verbreitung des FSME-Virus

In Deutschland ist vor allem der Süden von der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) betroffen. Für Europa kann die Faustregel gelten: Je weiter man nach Osten kommt, desto höher ist das FSME-Risiko.

Verbreitung des FSME-Virus

FSME in Deutschland

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Erkrankung, die durch ein Virus verursacht wird. Das FSME-Virus ist in Deutschland in Baden-Württemberg, weiten Teilen Bayerns und Hessens sowie vereinzelt in Rheinland-Pfalz, Sachsen, Saarland und Thüringen verbreitet. Es wird hauptsächlich durch den Stich einer infizierten Zecke übertragen. Die Gebiete werden offiziell vom Robert Koch-Institut (RKI) je nach Häufigkeit der Erkrankungsfälle über einen bestimmten Zeitraum als Risikogebiete ausgewiesen. Einzelne Fälle werden aber auch außerhalb dieser Risikogebiete gemeldet.

FSME in Europa

Im osteuropäischen Raum ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis vor allem seit den 1940er-Jahren bekannt. Sie führt meist während der Sommermonate immer wieder zu einer großen Zahl von Gehirn- und Hirnhautentzündungen. Die World Health Organization (WHO) geht von ca. 10.000 Erkrankungen von Menschen pro Jahr im gesamten Verbreitungsgebiet des Virus aus.

In folgenden Ländern tritt die FSME gehäuft auf: Österreich, Schweiz, Ungarn (vor allem im Bereich des Plattensees), Polen, Tschechien, Slowakei, Russland, Litauen, Lettland, Estland, Albanien und auf dem Balkan sowie in Skandinavien – hier vor allem an der Ostseeküste von Südschweden und Finnland einschließlich der vorgelagerten Inseln. Aber auch in Frankreich, z.B. im Elsass, und in Norditalien kommt das Virus in einigen Gebieten vor.


(Zum Vergrößern klicken)

FSME-Impfempfehlung

Sowohl für Bewohner der Risikogebiete als auch für Urlauber besteht das Risiko einer FSME-Infektion, wenn Sie von Zeckengestochen werden. Aufgrund des Erkrankungsrisikos in FSME-Risikogebieten empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung als präventive Maßnahme für alle

  • Personen, die in FSME-Risikogebieten mit Zecken in Kontakt kommen können (Exposition),
  • Personen, die durch FSME beruflich gefährdet sind (exponiertes Laborpersonal sowie in Risikogebieten, z.B. Forstarbeiter und Exponierte in der Landwirtschaft),
  • Personen, die einer Zeckenexposition in Risikogebieten außerhalb Deutschlands ausgesetzt sind.

Bei Aufenthalt in offiziellen FSME-Risikogebieten in Deutschland übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Impfung. Für Reisen in ausländische FSME-Gebiete übernehmen einige Krankenkassen die Kosten als Reiseimpfung.

Mehr informationen über den Schutz gegen Zecken und FSME finden Sie hier:
Schutz gegen Zecken
FSME-Schutzimpfung

 


DE/ENC/0041/17e(1), Sep17


Verwandte Themen

featuredThemaTitle

Borreliose

Borreliose (Lyme-Borreliose) ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit in Europa. Auslöser sind bestimmte Bakterien, sogenannte Borrelien. Die Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden, eine vorsorgliche Impfung dagegen gibt es nicht.

  weiterlesen

DE/ENC/0041/17d(1), Jan18

featuredThemaTitle

Wie entferne ich eine Zecke richtig?

Zecken sollten so schnell wie möglich entfernt werden.Genauso wichtig ist es, Zecken richtig zu entfernen.

  weiterlesen

DE/ENC/0041/17c(1), Jan18

featuredThemaTitle

Schutz vor Zecken

Um einen Zeckenstich zu vermeiden, gibt es keine absolut zuverlässigen Schutzmethoden. Doch durch geeignete Maßnahmen kann man das Risiko eines Stichs verringern.   

  weiterlesen

DE/ENC/0041/17b(1), Jan18