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Der FSME-Virus und seine Verbreitung

In Deutschland ist vor allem der Süden von FSME betroffen. Und in Europa kann als Faustregel gelten: Je weiter man nach Osten kommt, desto höher ist das FSME-Risiko.



Verbreitung des FSME-VirusDas FSME-Virus ist in Deutschland in Baden-Württemberg, weiten Teilen Bayerns und Hessens sowie vereinzelt in Rheinland-Pfalz, Sachsen, Saarland und Thüringen verbreitet. Die Gebiete werden offiziell vom Robert Koch-Institut (RKI) je nach Häufigkeit der Erkrankungsfälle über einen bestimmten Zeitraum als Risikogebiete ausgewiesen (s. Karte der FSME-Risikogebiete, Quelle: RKI).

Sowohl für Bewohner der Risikogebiete als auch für Urlauber besteht das Risiko einer FSME-Infektion. Aufgrund des Erkrankungsrisikos in offiziell anerkannten Risikogebieten empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI die Impfung als präventive Maßnahme für alle

  • Personen, die in FSME-Risikogebieten exponiert sind,
  • Personen, die durch FSME beruflich gefährdet sind (exponiertes Laborpersonal sowie in Risikogebieten z.B. Forstarbeiter und Exponierte in der Landwirtschaft),
  • Personen, die einer Zeckenexposition in Risikogebieten außerhalb Deutschlands ausgesetzt sind.

Bei Aufenthalt in offiziellen FSME-Risikogebieten in Deutschland übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Impfung. Für Reisen in ausländische FSME-Gebiete übernehmen einige Krankenkassen die Kosten als Reiseimpfung.

FSME in Europa

Im osteuropäischen Raum ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis seit den 1940er-Jahren bekannt. Sie führt während der Sommermonate immer wieder zu einer großen Zahl von Gehirn- und Hirnhautentzündungen.

In folgenden Ländern tritt die FSME gehäuft auf: Österreich, Schweiz, Ungarn (vor allem im Bereich des Plattensees), Polen, Tschechien, Slowakei, Russland, Litauen, Lettland, Estland, Albanien und auf dem Balkan sowie in Skandinavien – hier vor allem an der Ostseeküste von Südschweden und Finnland einschließlich der vorgelagerten Inseln. Aber auch in Frankreich, z.B. im Elsass, und in Norditalien kommt das Virus in einigen Gebieten vor.


DE/VAC/0472/15a, Dez15


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