Gürtelrose
(Herpes zoster)

Gürtelrose, auch Herpes zoster genannt, ist eine Viruserkrankung, die Haut und Nerven betrifft. Neben dem oft gürtelförmigen Hautausschlag kann die Erkrankung Nervenschmerzen hervorrufen, die das Leben der Betroffenen über Wochen und Monate erheblich beeinträchtigen können. Am häufigsten erkranken Über-50-Jährige.

Die gute Nachricht: Eine Impfung kann einen guten Schutz gegen Gürtelrose bieten.

Mein Gürtelrose-Risiko

Hatten Sie mal Windpocken?

Sind Sie über 60 Jahre?

Nehmen Sie Medikamente zur Immunsuppression oder leiden Sie an Erkrankungen*?

Ergebnis

  • Alle, die Windpocken hatten, können Gürtelrose bekommen.
  • Windpocken können auch unbemerkt auftreten. Falls Sie sich nicht sicher sind: über 95 % der über 60-Jährigen hatten Windpocken.
  • Mit jedem Lebensjahr steigt das Gürtelrose-Risiko. Wer über 60 ist, ist besonders gefährdet.
  • Wenn Sie unter 60 sind, ist Ihr Immunsystem in den meisten Fällen stark genug, um einen Ausbruch zu verhindern. Besondere Bedingungen, wie z. B. Stress, Erkrankungen oder eine Infektion mit dem Corona-Virus, können dennoch einen Ausbruch begünstigen. Wenn das Immunsystem schwächelt, steigt das Risiko, dass eine Gürtelrose ausbricht.
  • Ein geschwächtes oder durch Medikamente unterdrücktes Immunsystem begünstigt den Ausbruch der Gürtelrose. Sprechen Sie mit mit Ihrem*Ihrer Ärzt*in über Ihren bestmöglichen Impfschutz.
  • Wenn Sie keine Medikamente zur Immunsuppression nehmen und keine relevanten Erkrankungen haben, dürfte Ihr Immunsystem in dieser Hinsicht nicht beeinträchtigt sein. Ein starkes Immunsystem kann Sie vor einem Ausbruch der Gürtelrose schützen.

Bitte beantworten Sie die Frage.

Schritt von Zu den FAQs

GSK erhebt keine personenbezogenen Daten aus dem Selbsttest. Ihre Antworten werden nicht gespeichert.

Wer sollte sich gegen Gürtelrose impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Gürtelrose folgenden Personen:

  • Allen Personen ab 60 Jahren (als Standardimpfung)
  • Und Menschen ab 50 Jahren mit erhöhtem Gürtelrose-Risiko infolge von chronischen Grunderkrankungen wie z. B.:
    • Asthma bronchiale
    • Diabetes mellitus
    • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
    • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
    • Chronische Niereninsuffizienz
    • HIV-Infektion
    • Rheuma
    • Systemischer Lupus erythematodes
    • Angeborene Immunschwäche
    • Erworbene Immunschwäche (stark geschwächtes Immunsystem infolge einer Therapie, z. B. Chemo- oder Strahlentherapie, hochdosierte Kortisonbehandlung sowie bei Knochenmark- oder Organtransplantation)

Mehr als 95 % der Erwachsenen tragen das Virus in sich

Die Gürtelrose ist eine Folgeerkrankung der Windpocken. Das heißt: Personen, die in der Vergangenheit an Windpocken erkrankt waren, können eine Gürtelrose entwickeln.

Das Virus, das bei der Erstinfektion Windpocken auslöst, verbleibt lebenslang im Körper. Durch Stress oder Krankheit kann das Virus erneut aktiviert werden und auch nach Jahrzehnten eine Gürtelrose hervorrufen.

Interessant zu wissen: Mehr als 95 % der Erwachsenen tragen das Virus in sich, das Gürtelrose auslösen kann.

 

Das Immunsystem und erhöhtes Gürtelrose-Risiko

Das Risiko für Gürtelrose und ihre Komplikationen (z. B. anhaltende Nervenschmerzen) steigt, wenn das Immunsystem geschwächt ist.

Geschwächtes Immunsystem im höheren Alter: Das Risiko für Gürtelrose steigt ab einem Alter von 50 Jahren infolge der normalen altersbedingten Schwächung der körpereigenen Abwehrkräfte. 2 von 3 Personen, die an Gürtelrose erkranken, sind über 50 Jahre alt. Daher empfiehlt die STIKO die Gürtelrose-Impfung als Standardimpfung allen Personen ab 60 Jahren.

Geschwächtes Immunsystem durch Grunderkrankung: Schwere Krankheiten wie Asthma bronchiale, Diabetes mellitus, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Rheuma und eine HIV-Infektion schwächen die Abwehr und erhöhen daher das Risiko für Gürtelrose. Auch bei Organ- oder Knochenmarktransplantationen kommt es zu einer ausgeprägten Immunschwäche.

Geschwächtes Immunsystem durch Medikamente: Hochdosiertes Kortison, Chemo- und Strahlentherapie sowie andere Arzneimittel, die das Immunsystem unterdrücken, können das Gürtelrose-Risiko ebenfalls erhöhen.

Personen mit bestimmten Grunderkrankungen sollten sich daher laut STIKO schon früher – ab 50 Jahren – impfen lassen.

Attention

Schützen Sie sich vor Gürtelrose. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Checkliste

Mit den richtigen Fragen gewappnet ins Gespräch mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt

Laden Sie sich hier eine Checkliste als Vorbereitung für Ihr Arzt- oder Ärztinnengespräch herunter. 

Checkliste herunterladen

FAQ: Krankheitsbild & Impfung

  • Wer impft gegen Gürtelrose?

    Sie können sich zum Beispiel in Ihrer Hausarztpraxis gegen Gürtelrose impfen lassen.

  • Wem empfiehlt die STIKO die Gürtelrose-Impfung?

    Die STIKO empfiehlt eine Gürtelrose-Impfung für folgende Altersgruppen:

     

    Allen Personen 60+

    … aufgrund der altersbedingten Schwächung des Immunsystems.

     

    Personen 50 + mit schwerer Grunderkrankung

    … z. B. Diabetes mellitus, chronische Lungen-, Darm- oder Nierenerkrankungen und Rheuma.

     

    Personen 50 + mit geschwächtem Immunsystem

    … z. B. durch Knochenmark- oder Organtransplantation oder infolge einer Behandlung, die die körpereigene Abwehr unterdrückt.

  • Erstattet die Krankenkasse die Kosten für die Impfung?

    Die Kosten für die Impfung werden für diejenigen Personen von den gesetzlichen und den meisten privaten Krankenkassen übernommen, für welche die Impfempfehlung der STIKO gilt.

  • Was ist eine Gürtelrose?

    Gürtelrose, auch Herpes zoster genannt, ist eine Erkrankung, die durch den Erreger Varizella-Zoster-Virus (VZV. bzw. Windpockenvirus) ausgelöst wird und äußerst schmerzhaft verlaufen kann. Sie zeigt sich durch einen charakteristischen Hautausschlag mit Blasen, der oft im Bereich des Rumpfs auftritt und gürtelartig verläuft. Die meisten Menschen erkranken nur einmal an einer Gürtelrose. Aber die Erkrankung kann Komplikationen wie anhaltende Nervenschmerzen verursachen. Eine Impfung kann das Risiko einer Gürtelrose und ihrer Folgen (Komplikationen) verringern.

  • Wer kann eine Gürtelrose bekommen?

    Gürtelrose ist eine Folgeerkrankung der Windpocken. Das bedeutet, dass jeder, der schon einmal an Windpocken erkrankt war, eine Gürtelrose entwickeln kann.

    Denn: Nach einer Windpockeninfektion (Erstinfektion) verbleiben die Erreger (Varizellen) im Körper und können über Jahrzehnte hinweg überdauern. In Situationen, in denen das Immunsystem geschwächt ist, z. B. durch

    • Stress,
    • Krankheit oder
    • fortschreitendes Alter,

    können die Viren aus ihrem „Schlummermodus“ erwachen und wieder aktiv werden. In der Folge entwickelt sich nicht eine weitere Windpocken-Erkrankung, sondern eine Gürtelrose.

  • Welche Komplikationen kann eine Gürtelrose mit sich bringen?

    Bis zu 30 Prozent der Betroffenen erleiden Komplikationen wie zum Beispiel länger anhaltende Nervenschmerzen. Komplikationen können etwa am zentralen Nervensystem, Haut, Ohren oder Augen auftreten. Anhaltende, heftige Nervenschmerzen, die sogenannte Post-Zoster-Neuralgie, zählen zur häufigsten Komplikation. Dabei kann ein ständiger oder wiederkehrender, stechender Schmerz auftreten, der spätestens drei Monate nach Krankheitsbeginn einsetzt. Die Schmerzen können im ungünstigen Fall über Monate und Jahre und in manchen Fällen lebenslang auftreten. Weitere schwere Komplikationen sind Hirnhautentzündungen (Zoster-Meningitis), Hirnentzündungen (Zoster-Enzephalitis) sowie Rückenmarksentzündungen (Zoster-Myelitis). Bei Gürtelrose im Kopfbereich (Herpes-Zoster Ophtalmicus) können auch Sehstörungen bis hin zum Sehverlust oder Gesichtslähmungen auftreten. Außerdem besteht in den Monaten nach der Erkrankung ein erhöhtes Risiko einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden.

  • Woran erkenne ich, dass ich eine Gürtelrose habe? Was sind mögliche Symptome?

     

    Müdigkeit, Gliederschmerzen, allgemeines Unwohlsein – am Anfang sind die Symptome einer Gürtelrose unspezifisch. Nach 2–3 Tagen klagen viele Betroffenen dann über Juckreiz, Kribbeln und brennende, stechende Schmerzen. Die charakteristischen Bläschen treten dabei oft nur an wenigen Stellen auf.

  • Wie wird eine Gürtelrose übertragen? Wie bekomme ich eine Gürtelrose?

    Bei Gürtelrose handelt es sich um einen erneuten Ausbruch (Reaktivierung) des Windpockenerregers (Varizella-Zoster-Virus). Das Virus kann über eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden und löst bei der ersten Ansteckung Windpocken aus. Als Symptom bildet sich ein stark juckender Hautausschlag, der Bläschen bildet. Die Flüssigkeit in den Bläschen ist sehr ansteckend und kann ebenfalls den Erreger weitergeben. Nach Abklingen der Windpocken verbleibt der Erreger lebenslang im Körper. So kommt es, dass über 95 % der Menschen über 60 Jahren das Virus in sich tragen. Wenn das Immunsystem zum Beispiel altersbedingt geschwächt ist, kann der Erreger erneut ausbrechen und löst dann eine Gürtelrose aus. Gürtelrose kann ebenfalls ansteckend sein. Das Varizella-Zoster-Virus wird dabei durch eine Schmierinfektion bei Kontakt mit dem Bläscheninhalt oder etwa über verunreinigte Hände, Türgriffe und Oberflächen übertragen. Ein Abdecken der Bläschen kann dies gut verhindern. Wird das Virus von einem an Windpocken- oder Gürtelrose erkrankten Menschen an eine Person weitergegeben, die noch keinen Kontakt mit Varizella-Zoster-Viren hatte, so erkrankt diese zunächst an Windpocken. 

  • Wie verläuft die Krankheit inklusive Inkubationszeit?

    Verlauf der Gürtelrose
    1. Erste Hautrötungen, Kribbeln und Jucken
    2. Nach 3-5 Tagen bildet sich ein Hautausschlag mit Bläschen
    3. Ab dem 7. Tag können die Bläschen sich mit Eiter füllen und leicht zu bluten beginnen. Es treten häufig stark brennende und stechende Nervenschmerzen auf.
    4. Nach der Abheilung können Nervenschäden zurückbleiben, die monatelang anhaltende Komplikationen hervorrufen können.

    Symptome einer Gürtelrose sind nicht immer leicht zu erkennen. Meist entwickeln Patienten zunächst unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Gliederschmerzen, Unwohlsein oder leichtes Fieber. Nach drei bis fünf Tagen zeigt sich der charakteristische juckende, brennende Bläschenausschlag auf einer Körperseite. Dieser kann bis zu sieben Tage anhalten. Danach trocknet er über sieben bis zwölf Tage aus und verkrustet. Häufig leiden Erkrankte neben dem juckenden Hautausschlag unter sehr heftigen Nervenschmerzen, die in der Regel bis zu vier Wochen anhalten können und als brennend bis stechend beschrieben werden. In nicht wenigen Fällen kommt es zu Komplikationen, die zu einem längeren bis dauerhaften Auftreten der Nervenschmerzen führen können.

     

    Das Varizella-Zoster-Virus kann zwei unterschiedliche Erkrankungen hervorrufen: Beim ersten Kontakt löst das Virus Windpocken aus. Von der Ansteckung bis zu den ersten Krankheitsanzeichen (Inkubationszeit) vergehen in der Regel 14 bis 16 Tage. Nach einer Infektion mit Windpocken (Varizellen) verbleibt das Virus inaktiv im Körper. Viele Jahre später kann das Virus wieder aktiv werden und eine Gürtelrose (Herpes zoster) auslösen. Grund dafür ist das eigene Immunsystem, welches mit den Jahren auf natürliche Weise schwächer wird. Vor diesem Hintergrund lässt sich für Gürtelrose keine Inkubationszeit angegeben.

  • Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr und wie lange besteht diese?

    Anders als bei den hochansteckenden Windpocken ist bei Gürtelrose eine Übertragung durch Tröpfchen beim Husten oder Niesen nicht möglich. Ansteckend ist jedoch die Flüssigkeit in den charakteristischen Gürtelrose-Bläschen. Bei Erkrankung sollte darum auf engen Körperkontakt zu noch nicht infizierten Personen wie z.B. Neugeborgenen verzichtet werden. Außerdem schützt regelmäßiges Händewaschen vor einer Übertragung.

     

    Die Gürtelrose bleibt so lange ansteckend, bis die Bläschen abgeheilt sind.

     

    Bei Personen, die bereits Gürtelrose hatten, kann sie erneut ausbrechen – denn das Virus verbleibt nach der Genesung im Körper. Sobald der Ausschlag einer Gürtelrose abgeheilt ist, kann man laut STIKO mit einer Impfung gegen einen erneuten Gürtelroseausbruch vorbeugen.

  • Bin ich nach einer Erkrankung immun?

    Durch Gürtelrose wird eine Immunantwort hervorgerufen, die das Varizella-Zoster-Virus in der Regel zurückdrängt. Die Wahrscheinlichkeit erneut an Gürtelrose zu erkranken, ist je nach Alter und Gesundheitszustand unterschiedlich. Bei gesunden Erwachsenen tritt Gürtelrose in ein bis drei Prozent der Fälle erneut auf. Mit dem Alter und schweren Grunderkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes, steigt das Risiko für einen erneuten Ausbruch einer Gürtelrose. Eine Impfung kann einen Schutz davor bieten.

  • Wie oft kann ich eine Gürtelrose bekommen?

    Das auslösende Virus verbleibt lebenslang im Körper und kann bei geschwächtem Immunsystem wieder aktiviert werden. Daher kann eine Gürtelrose grundsätzlich mehrmals auftreten. Ob man erneut erkrankt, hängt von verschiedenen Faktoren (z. B. Alter, Grunderkrankungen) ab.

    Sobald der Ausschlag einer Gürtelrose abgeheilt ist, kann man laut STIKO mit einer Impfung gegen einen erneuten Gürtelroseausbruch vorbeugen.

  • Muss die Gürtelrose-Impfung aufgefrischt werden?

    Ob eine Auffrischung erforderlich ist, wird in den noch laufenden weiterführenden Untersuchungen derzeit geklärt.

  • Welche mögliche Nebenwirkung hat eine Impfung gegen eine Gürtelrose

    Impfstoffe unterliegen in Europa sehr hohen Sicherheitsstandards und haben ein gutes Sicherheitsprofil, sie sind wirksam und gut verträglich. Impfreaktionen wie Rötung, Schwellung, Schmerz können auftreten, klingen aber in der Regel nach 1-3 Tagen vollständig ab. Selten/sehr selten sind unerwünschte Nebenwirkungen, welche auch schwerwiegend sein können. Mehr erfahren Sie hier

Attention

Schützen Sie sich vor Gürtelrose. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.