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Mumps: Symptome, Krankheitsverlauf und Impfung

Wie Masern ist auch Mumps eine Viruserkrankung, die keineswegs immer glimpflich abläuft. Das Tückische an einer Mumpserkrankung sind die unberechenbaren Folgen, die von bleibenden Hörschäden bis – in extrem seltenen Fällen – sogar zur Zeugungsunfähigkeit reichen.

4-fach Impfung für sicheren Schutz gegen Mumps, Masern, Röteln und Windpocken

Eine Behandlung mit Medikamenten, die die Ursache der Erkrankung bekämpfen, gibt es nicht. Eine Impfung kann jedoch Schutz vor der Mumps-Erkrankung und Ihren Komplikationen bieten. Für alle Kinder werden zum Schutz vor Masern, Mumps, Röteln und Windpocken Impfungen an zwei Terminen empfohlen: Der erste Impftermin ab vollendetem 11. bis vollendetem 14. Lebensmonat, der zweite Impftermin im Alter von 15–23 Monaten. Zwischen dem ersten und dem zweiten Impftermin sollen mindestens 6 Wochen liegen. Um den frühestmöglichen Impfschutz zu erreichen, z. B. vor der Aufnahme in eine Gemeinschaftseinrichtung, kann die erste Impfung unter bestimmten Umständen bereits zwischen dem 9. und 11. Lebensmonat durchgeführt werden. Die Zweitimpfung muss dann bereits zu Beginn des 2. Lebensjahres erfolgen. Alle Jugendlichen, die noch nicht zwei Mal gegen Masern, Mumps, Röteln geimpft wurden, sollten dies bis zum 18. Geburtstag nachholen. Seit 2010 empfiehlt die STIKO übrigens auch die Masern-Impfung allen Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden und einen unklaren Impfstatus haben oder in der Kindheit keine oder nur eine Impfung erhalten haben. Eltern schützen mit der Impfung nicht nur sich selbst, sondern auch indirekt ihre Kinder, bevor diese selbst geimpft werden können. Bringen Sie beim nächsten Arztbesuch einfach Ihren eigenen Impfpass mit und lassen Sie Ihren Impfstatus überprüfen. Eine Auffrischimpfung ist nicht notwendig.


Mumps-Viren sind weltweit unterwegs und hoch infektiös

Mumps ist über alle Erdteile verbreitet und äußerst ansteckend. Der Erreger wird von Mensch zu Mensch über die Atemluft übertragen (Tröpfcheninfektion) , selten auch über infizierte Gegenstände. Am häufigsten erkranken Kinder zwischen dem 2. und 15. Lebensjahr, aber auch Jugendliche und Erwachsene können an Mumps erkranken.


Symptome und Krankheitsverlauf: Bei Komplikationen droht Unfruchtbarkeit

Nach der Ansteckung vergehen mindestens 11 und höchstens 35 Tage, bis sich die ersten Krankheitszeichen zeigen. In der Regel sind es 16 bis 18 Tage. Mumps beginnt mit Fieber, Appetitlosigkeit, Unwohlsein und Kopfschmerzen. 1 bis 2 Tage später schwillt die Ohrspeicheldrüse an. Häufig ist dabei die linke Gesichtshälfte betroffen; in drei Viertel der Fälle greift die Schwellung nach 3 bis 4 Tagen auch auf die andere Ohrspeicheldrüse über. Während dieser Zeit ist es schmerzhaft zu essen oder den Mund weit zu öffnen. In etwa jedem zehnten Fall sind ausschließlich die Speicheldrüsen unter der Zunge befallen – das macht es in diesen Fällen schwer, die Erkrankung zu erkennen. Nicht selten tritt eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse mit Bauchschmerzen und Erbrechen auf. Etwa 7 Tage vor Beginn der Speicheldrüsenschwellung bis 9 Tage danach ist ein MumpsKranker ansteckend, auch wenn die Krankheitszeichen nur schwach sind. Eine überstandene MumpsErkrankung hinterlässt vermutlich lebens lange Immunität.

Auch die Mumpserkrankung verläuft nicht immer komplikationslos. Selten, aber nicht ungefährlich ist eine Gehirnentzündung durch Mumps, die bleibende Schäden hinterlassen kann. Ebenso werden in Einzelfällen Herzmuskel, Gelenkund Nierenentzündungen beobachtet. Bei 25 % der männlichen Jugendlichen stellt sich eine Hodenentzündung ein. In Einzelfällen kann diese zur Zeugungsunfähigkeit führen. Bei weiblichen Jugendlichen kann Mumps von einer Eierstockentzündung begleitet sein, welche die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann.


DE/VAC/0657/17, Dez17